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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Umwelt: Wasserstoff-Müllwagen bestehen Test

21.02.2020

Oldenburg Die Oldenburger Müllabfuhrtouren eignen sich für den Einsatz eines mit Wasserstoff betriebenen Abfallsammelfahrzeugs. Das ist das Ergebnis von Testfahrten. Der Müllfahrzeughersteller Faun war im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebes der Stadt (AWB) im August 2019 insgesamt zwei Wochen lang auf verschiedenen Strecken in Oldenburg unterwegs.

Blick auf Oldenburg

Auf Grundlage der gesammelten Messwerte hat der Hersteller ermittelt, wie ein für Oldenburg geeigneter wasserstoffbetriebener Müllwagen konfiguriert sein müsste. „Die Auswertung liefert uns wichtige Erkenntnisse“, freut sich AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn. Bei den Testfahrten sei eine Vielzahl von Daten gesammelt worden: Wie oft hält der Müllwagen, damit die Mülltonnen aufgeladen und entleert werden können? Wie lange dauert die Tonnenentleerung? Wie viele Kilometer legt das Fahrzeug dabei auf seiner Tour in welcher Zeit zurück? Wie viel Energie wird für die einzelnen Schritte benötigt?

Als maximaler Energiebedarf im Tageseinsatz wurde ein Wert von 209,4 kW ermittelt, der als Bemessungsgrundlage für eine wasserstoffbasierte Fahrzeugauslegung dient. Um diesen Energiebedarf zu decken, wären sechs Tanks mit jeweils 2,1 Kilogramm Inhalt und zwei Brennstoffzellen nötig. „Das reicht an einem Tag für zwei Touren mit je zehn Tonnen Abfall. Die umweltfreundliche Antriebstechnologie hätte keine negativen Auswirkungen auf die Sammelmenge. Es müssten bei uns keine Touren verändert werden“, hebt Volker Schneider-Kühn hervor.

Schwerlastverkehr

Der AWB will nun mit den Partnern EWE Gasspeicher GmbH und der Wirtschaftsförderung der Stadt die weiteren Wasserstoffaktivitäten planen. Ziel der EWE sei es, Wasserstoff im Nordwesten in den Bereichen Industrie, Energieversorgung und Verkehr zu etablieren. Die EWE sehe insbesondere im Schwerlastbereich Vorteile von Wasserstoff als Energieträger.

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Anhaltspunkte dafür, ob der Einsatz eines mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugs sinnvoll ist, soll eine Bachelorarbeit beim AWB liefern. Rainer Poppen, Student des Studiengangs „Öffentliche Verwaltung“ an der Hochschule Osnabrück, analysiert während seines Praxissemesters den AWB-Fuhrpark und prüft die wirtschaftlichen Aspekte einer Umrüstung auf emissionsarme Müllwagen.

Ein konventionelles Abfallfahrzeug koste rund 250 000 Euro. Weil für die 16 Fahrzeuge der Müllwagen-Flotte in den nächsten Jahren ohnehin Ersatz anstehe, sieht Schneider-Kühn „perspektivisch enormes Potenzial“.

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