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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wo unsere Energie von morgen herkommt

11.06.2018

Oldenburg Wo kommt unsere zukünftige Energie her? Kann man vielleicht sogar lokal speichern und miteinander tauschen? Und wie viel CO2 entsteht eigentlich bei der Weiterverarbeitung von Milch? Antworten zu diesen und anderen Fragen rund um Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit gab es am Samstag in der Oldenburger Innenstadt. Das Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hatte zum Tag der Energiewende eingeladen. Vereine, Institute und Unternehmen präsentierten auf der gemeinnützigen Veranstaltung ihre Visionen und Lösungen.

Am Lefferseck gab es bei der Oldenburger Energie-Genossenschaft nicht nur Angebote für anspruchsvollen Ökostrom, sondern auch eine per Fahrrad angetriebene Carrera-Bahn. Silas Solar aus Bad Zwischenahn zeigte moderne Photovoltaik für das Eigenheim, bei Tretlaster aus Tweelbäke dagegen gab es Fahrräder und Pedelecs – mit und ohne Pedalen. Die Stadt Oldenburg informierte über die Mobile Klimaschutzschule für Schuljahrgänge oder sogenannte Klimaschätze in Oldenburg, die mittels Geocaching in einer Schatzsuche gefunden werden wollen.

Auf dem Julius-Mosen-Platz präsentierte sich das DLR. Der Aufbau des deutschen Stromnetzes und die Herausforderungen der zunehmend dezentralen, erneuerbaren Energien oder das simulierte Verbrauchsverhalten von ganzen Wohnquartieren wurden hier erklärt. Ein modernes Brennstoffzellen-Fahrzeug mit knapp 600 Kilometern Reichweite konnte nicht nur begutachtet, sondern auch Probe gefahren werden.

Das Enaq, das Energetische Nachbarschaftsquartier auf dem Fliegerhorst, gab umfassende Einblicke in das dort geplante „Smart City Wohnquartier“. Die 110 Wohneinheiten sollen ihren Energiebedarf größtenteils aus lokaler Erzeugung decken können. Anfallende überschüssige Energie soll umgewandelt und gespeichert werden. Das Enaq ist das einzige von insgesamt sechs bundesweit genehmigten Projekten dieser Art, das mit Wasserstoff-Energie arbeiten wird.

Im Schlauen Haus am Schlossplatz gab es begleitende Vorträge und Podiumsdiskussionen zum Ausstieg aus der Kohle sowie zu Elektromobilität.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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