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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Ideen schaffen Sprung auf den freien Markt

07.09.2018

Oldenburg Es hat etwas von der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“: Menschen mit einer Geschäftsidee stellen sich einer Jury aus Fachleuten, um mit ihrer Unterstützung die Welt zu erobern. Während es bei der VOX-Sendung in der Regel auch um eine mindestens sechsstellige Investition der „Löwen“ geht, bietet das Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO) in seinem Start-up-Zentrum „Go“ seinen Kandidaten vor allem ein intensives Coaching und ein großes Netzwerk an.

Die ersten fünf Teams, die sich mit ihrer Geschäftsidee bei der ersten Auswahl Anfang März gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt hatten, haben ihre Chance gut genutzt – das ist der Eindruck des TGO-Geschäftsführers Jürgen Barth und Projektleiterin Alexandra Wurm und von den Start-up-Gründern selber, wie alle am Donnerstag bei einer Pressekonferenz betonten.

„Ich war regelrecht geflasht, was aus den verschiedenen Geschichten geworden ist, die vor drei Monaten zum Teil nicht viel mehr als eine Idee waren“, sagte Barth. Am Montag hatten alle Gründer ihre Projekte möglichen Investoren – aus dem Beirat des TGO – vorgestellt und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf eine finanzielle Beteiligung an ihrem Unternehmen machen – da wären sie wieder die Ähnlichkeiten mit der „Höhle der Löwen“. Die Verhandlungen laufen jeweils.

Bis dorthin haben die Gründer drei Monate lang Vollgas gegeben. 26 Workshops und unzählige Einzelcoachings hätten geholfen, einen ganz anderen Blick für ihr Produkt zu bekommen, erzählt beispielsweise Angela Wilde. Die Überlegungen über Zielgruppen, den Markt oder Vertriebswege hätten bisher nicht zu ihrer Gedankenwelt gehört. Die vergangenen drei Monate seien unglaublich komprimiert gewesen, jetzt stehe sie im Kontakt mit hochkarätigen Investoren und merke „Mensch, da geht was“.

Die Gründer hatten im Technologie- und Gründerzentrum ein voll ausgestattetes Büro zur Verfügung, in dem sie aber auch einen großen Teil ihrer Zeit verbrachten. „Die kürzeste Zeitspanne zwischen abends nach Hause gehen und morgens wieder kommen waren vier Stunden, sagt Wurm. Einzelcoachings hätten durchaus auch am Wochenende stattgefunden. Eine Herausforderung für die Gründer, die alle noch ein (Berufs-)Leben neben ihrem neuen Projekt haben. „Die Sommerferien haben geholfen“, sagt Melanie Philip. Und die Tatsache, dass die Workshops früh genug terminiert gewesen seien. Überhaupt sei die genaue Strukturierung des Coaching sehr hilfreich gewesen. „Und jetzt kann es losgehen.“

Das Förderprogramm wird vom Land Niedersachsen, der Stadt, der Oldenburgischen IHK, der Universität und privaten Kapitalgebern unterstützt. Die Unterstützung, die die Gründer bekommen, beziffert das TGO mit jeweils rund 40 000 Euro. Eigentlich sollen pro Runde nur drei Projekte gefördert werden, es hätten aber alle fünf so sehr überzeugt, dass man sich entschieden habe, in dieser Runde zwei Geschäftsideen mehr zu unterstützen, sagte Bahr. Die Gründer hätten dabei keine Abstriche machen müssen, das Team habe entsprechend mehr gearbeitet.

Im November beginnt die zweite Förderrunde, für die drei Gründerteams gesucht werden. Bewerbungen werden noch bis zum Sonntag, 15. September im Internet unter www.gruenden-oldenburg.de entgegen genommen.

Gemeinsames Tüfteln: In Workshops wurden Strategien erarbeitet.

Diese fünf oldenburger Projekte wollen den Markt erobern

Spinsyde: Das Programm erkennt und behebt Wlan-Sicherheitslücken in den Netzwerken von Unternehmen. Es gibt den IT-Fachleuten außerdem ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie alle Wlan-Nutzungen im Unternehmen analysieren und Anomalien und Angriffe erkennen können. Das Team hat sich erst kurz vor Beginn des Förderprogramms bei einem Start-up-Wochenende in Ostfriesland gefunden und will nun noch in diesem Jahr eine Firma gründen. Gründer: Bernd Dettmers, Marco Hoffmeier, Cansu Kockaya und Ralf Wurpts

Mein Marktstand: Ein Online-Wochenmarkt für hochwertige, regionale Lebensmittel. Der Gedanke dahinter ist, Verbraucher und regionale Produzenten miteinander zu vernetzen. Für die Transporte werden die Leerfahrten der City-Post genutzt. Gründer: Garvin Hinrichs

Start IT Solution: Die Plattform German Jobs ist ein Online-Assessment und eine Matching-Plattform für ausländische Ärzte/Pflegekräfte. Heute vergehe oft mehr als ein Jahr, bis ausländische Mediziner tatsächlich in Deutschland arbeiten können. Dies soll die Plattform ändern, die unter anderem auch einen Bereich enthält, in dem sich die Kandidaten präsentieren, so dass Kliniken und Unternehmen eine Vorauswahl treffen können. Gründer: Melanie Philip und Adrian Macha

Conlytics: Mit einem Softwarebaukasten für Echtzeitdatenanalysen vereinfacht Conlytics die digitale Transformation. Heute werden in Unternehmen viele Daten erfasst, aber erst zur Behebung von Fehlern ausgewertet. BeConlytics will helfen, die Daten so früh zu analysieren, dass Fehler vermieden werden können. Gründer: Cornelius Ludmann und Michael Kröger

WilGro: Ein neues Entwicklungsprogramm zur körperlichen Förderung von Säuglingen durch die Eltern. Spiele in Bauchlage bilden die Grundlage für die spätere Entwicklung des Kindes. Schwierigkeiten sollen frühzeitig erkannt und behoben werden. Gründerinnen: Angela Wilde und Daniela Gröger

Katja Mielcarek
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103

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