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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Anwohner kritisiert zementierte Planung

25.08.2017

Oldenburg Hans-Jürgen Bührmann ist stinkesauer. Beim Ausbau der Bremer Heerstraße zwischen Am Bahndamm/Dählmannsweg und Herrenweg fühlt er sich als Anwohner von Planungen und Kommunikation darüber seitens der Stadtverwaltung ausgegrenzt. „Es ärgert mich sehr, dass mir Ende Juli mitgeteilt wurde, man könne keine Planungsunterlagen vorlegen, und ich drei Wochen später durch einen Zufall erfahre, dass eben diese Pläne am 21. August im Verkehrsauschuss vorgestellt werden sollten“, sagt der Versicherungskaufmann aus Osternburg.

Seinem Unmut machte Bührmann am vergangenen Montag gegenüber Ratsvertretern und Verkehrsexperten Luft. Tiefbauamtsleiter Johann de Buhr wies diese Vorwürfe zurück: „Wir stehen seit einiger Zeit in Kontakt. Ich hatte ihnen erklärt, dass es eine Anliegerversammlung geben soll, wenn aus dem Rat bzw. dem Verkehrsausschuss ein entsprechendes Signal kommt.“

Zudem entzündete sich zwischen Politikern und Verwaltung die Diskussion über eine veränderte Ausbausatzung und die dann zu erwartenden Straßenbeiträge durch die Anlieger. Bauamtsleiter Prof. Bernd Müller versprach, dass Thema zur nächsten Sitzung aufzubereiten.

Dass der Bereich saniert werden muss, ist für alle Seiten unbestritten. Da sich die Bremer Heerstraße in einem sehr schlechten Zustand befindet und die Maße des Parkstreifens, des Rad- sowie des Gehweges bei weitem nicht ausreichen, soll hier zeitnah ein Ausbau erfolgen. „So kann es nicht weitergehen“, stellte Müller fest.

Neubau über 730 Meter

Die Länge des für den Ausbau vorgesehenen Abschnitts beträgt etwa 730 Meter. Der Bereich der Bahnübergänge ist bereits ausgebaut. Der Abschnitt südöstlich der Einmündung Herrenweg befindet sich in einem baulich deutlich besseren Zustand.

Im Bereich der seitlichen Parkplätze weist die Oberfläche ein starkes Gefälle auf. Dort gibt es keine Bordrinnen. Die Entwässerung erfolgt über eine Muldenrinne zwischen Geh- und Radweg. Diese sind hier sehr schmal und ebenfalls in baulich schlechtem Zustand.

Anfang der 90er Jahre wurden beidseitig einer ursprünglich sehr breiten Fahrbahn in möglichst gleichmäßigem Abstand Linden gepflanzt, deren Pflanzbeete mit Bordsteinen eingefasst wurden. Zwischen den Parkständen und dem Radweg gibt es keine Sicherheitstrennstreifen. An dieser Stelle ist es sehr eng, an den Tagen der Müllabfuhr ist der Bereich für Radfahrer oder für Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen gar nicht oder nur mit Mühe passierbar. Hinzu kommen Nischen für die Bushaltestellen.

Bei der Frage, welche Mobilitätsform künftig wie viel Raum erhalten soll, waren naturgemäß die Meinungen der Parteivertreter gespalten. Sebastian Beer (Grüne) sprach von Mangelverwaltung, Manfred Drieling (CDU) appellierte, Parkflächen nicht einseitig zu Lasten der Gewerbetreibenden zu reduzieren.

Einseitiger Parkstreifen

Die Entwurfsplanung sieht vor, die jetzt vorhandenen beidseitigen Grün- und Parkflächen auf einen einseitigen Grün- und Parkstreifen zu reduzieren. Und das soll ausreichen: Nach Willen der Verwaltung soll der Parkstreifen auf der Nordseite geplant werden, da sich auf der südlichen Seite zahlreiche private Stellplatzanlagen, zum Beispiel am Combi-Markt sowie bei den Betrieben der Gastronomie und Einzelhandel, befinden.

Für Hans-Jürgen Bührmann ist diese Idee der Verwaltung abwegig. „Auch auf der südlichen Seite muss die Erreichbarkeit der Geschäfte und Firmen gewährleistet sein, denn daran hängen Existenzen und Arbeitsplätze“, sagt der Osternburger.

Die Ausbaumaßnahme stammt aus dem Mehrjahresprogramm des Wirtschaftsministeriums und soll für das Jahr 2018 eingebracht werden. Die Kosten betragen nach jetzigem Planungsstand rund 2,5 Millionen Euro. Die Gesamtsumme beinhaltet Grunderwerb, Straßenbau und Beleuchtung. Die Verwaltung rechnet hier mit einer finanziellen Förderung durch das Land.

Oliver Schulz Redakteur / Politikredaktion
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