• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Darum muss man aufs Taxi länger warten

14.02.2018

Oldenburg Ein Anruf und zwei Minuten später ist das Taxi da. Das funktioniert manchmal. Manchmal aber auch nicht. Die zweite Variante ist nach Wahrnehmung vieler Bürger zuletzt allerdings wahrscheinlicher geworden. Das Oldenburger Taxigewerbe ist im Wandel – und das hat viele Ursachen.

Konzessionen

Die Zahl der Konzessionen in Oldenburg ist nach der Insolvenz von „AB-Taxen“ im August vergangenen Jahres zunächst von 163 auf 125 gesunken. Fünf neue hat die Stadt ausgegeben, sieben weitere sind in Bearbeitung.

Auf der Warteliste stehen laut Stadtsprecher Stephan Onnen 32 Neubewerber und 14 etablierte Unternehmen. Ein Gutachter prüft derzeit, wie viele Konzessionen für Oldenburg sinnvoll sind.

Mindestlohn

Wie Remmer Witte, Geschäftsleitung beim Unternehmen „Acht-Elf-Elf“, am Rande des Verkehrsausschusses und gegenüber der NWZ in Vertretung aller Unternehmer mitteilte, bedeuten mehr Konzessionen nicht automatisch mehr Taxis auf den Straßen. Der Mindestlohn habe viel verändert. Statt die Fahrer umsatzabhängig zu bezahlen, müssen die Firmen nun nach Zeit entlohnen – auch wenn die Taxis warten.

„Auf dieser Basis haben die Unternehmen weit mehr als früher auf die Effizienz der Einsatzzeiten ihrer Mitarbeiter zu achten“, so Witte. Heißt: Taxis bleiben auch mal auf dem Hof, statt ohne Garantie auf Fahrgäste irgendwo zu warten.

Die Unternehmen versuchen, möglichst viele Fahrten zu planen. „Für die Kunden bedeutet dies, dass weniger Fahrzeuge für den kurzfristigen Gelegenheitsverkehr zur Verfügung stehen“, erklärt Witte. Dadurch seien längere Wartezeiten und Engpässe möglich. Zusätzlich gibt es Ballungszeiten, wie vor und nach den Schulzeiten aufgrund der Schülerbeförderung. Dann sind andere Aufträge kaum möglich.

Fahrermangel

Wie Jürgen Rückin, selbst Taxifahrer und Betreiber der Oldenburger Internetplattform „Der Innenspiegel“, bestätigt, ist es für die Unternehmen schwerer geworden, Fahrer zu finden. Der Dienst hinter dem Lenkrad hat für manche an Attraktivität verloren, seit eine Erfassung von Zeit und Umsatz lange und damit lukrative Schichten unmöglich macht. Auch Einnahmen an der Steuer vorbei, früher von einigen Fahrern genutzt, sind Vergangenheit.

Zersplitterter Markt

28 Unternehmen sind nach Angaben der Verwaltung derzeit in Oldenburg unterwegs. Laut Rückin gibt es aber elf Taxizentralen. „Selbst in den Großstädten gibt es in der Regel nur zwei.“

Zusammenarbeit gibt es nur über eine interne Internetplattform für überzählige Fahrten. Das beruht auf Freiwilligkeit, und nur rund die Hälfte der Taxis macht mit.

Witte sieht wenig Potenzial für eine gemeinsame Zentrale. Zu groß sei die Sorge derjenigen mit hoher Auslastung, etwas an die Konkurrenz zu verschenken. Viele Kooperationsversuche seien in der Vergangenheit gescheitert.

Zwang kann die Verwaltung in diesem Bereich nicht ausüben. Eine zentrale Nummer sei sicher wünschenswert, so Sprecher Onnen. „Eine Handhabe seitens der Stadt gibt es aber nicht.“

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2114
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.