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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

So viele Busfahrgäste gab es hier noch nie

06.04.2019

Oldenburg Immer mehr Menschen nutzen öffentliche Verkehrsmittel – und das auch in Oldenburg. Deutlicher Beweis sind die Fahrgastzahlen der Verkehr und Wasser GmbH (VWG) in Oldenburg.

„Das ist ein echtes Rekordergebnis“, freute sich Geschäftsführer Michael Emschermann am Freitag, als die VWG die Zahlen während einer Pressekonferenz veröffentlichte. So seien 2018 mehr als 20 Millionen Menschen mit den Bussen des Unternehmens gefahren. Das sind durchschnittlich fast 55 000 Personenbeförderungen pro Tag. Einen höheren Wert habe es in der Geschichte der VWG noch nicht gegeben, so Emschermann weiter.

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Wolfgang-Alexander Meyer

Die Entwicklung der Fahrgastzahlen spricht eine klare Sprache: Mehr Menschen fahren Bus und das ist gut so – gut für die Umwelt und gut für die Verkehrsentlastung. Doch was ist der Grund für das gestiegene Interesse? Am schwersten ins Gewicht fällt hier die steigende Einwohnerzahl der Stadt. Die wird sich wohl auch künftig nur in eine Richtung entwickeln, nämlich nach oben.

Ob das allein reichen wird, in den kommenden 11,5 Jahren die Fahrgastzahlen um eine Millionen pro Jahr zu steigern, ist ungewiss. Was für eine echte Erweiterung des Busverkehrs fehlt, ist die Infrastruktur. Der Plan, Busse auf der Cloppenburger Straße auf der einspurigen Fahrbahn halten zu lassen, spielt der VWG dabei nicht in die Karten. Denn so bilden sich noch mehr Staus, in denen dann auch die Busse stehen.

Wolfgang Alexander Meyer über Fahrgastzahlen

„Wir hatten uns vorgenommen, die 20-Millionen-Marke bis 2020 zu schaffen. Dass das zwei Jahre vorher gelungen ist, ist ein tolles Ergebnis“, freute sich Susanne Menge. „Da ist aber noch mehr drin“, betonte die Aufsichtsratsvorsitzende der VWG. Und das sei auch nötig, wenn man das Klima-Übereinkommen von Paris einhalten wolle. „Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir den öffentlichen Nahverkehr sogar noch verdoppeln“, erklärte Menge.

Ein Schritt in diese Richtung sind die neuen Busse der VWG: „Unsere Fahrzeuge fahren mit Erdgas und die neueren haben jetzt auch Hybridantriebe mit integriertem Stromspeicher auf dem Dach“, berichtete Emschermann. Durch den Speicher könne Bremsenergie rückgewonnen werden, die der Bus, bei einem Energieersparnis von sechs bis acht Prozent, beim Anfahren nutze. Allein 26 dieser Fahrzeuge habe die VWG im vergangenen Jahr angeschafft. „Die letzten acht Busse sind im Februar ausgeliefert worden“, berichtete Emschermann.

Die Tatsache, dass nur 20 dieser Busse als Ersatz für alte Fahrzeuge angeschafft wurden und die restlichen sechs benötigt würden, um den gestiegenen Bedarf an Fahrten zu bedienen, unterstreicht die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen. Die zusätzlichen Busse seien nötig, um die Verbindung zwischen Oldenburg und Wardenburg (Linien 280 und 320), die jetzt einen 30-Minuten-Takt habe, zu bedienen. Außerdem habe man die Linie 314 von der Stadtgrenze über die Wardenburger Gemeinde Achternmeer und Oberlethe bis nach Wardenburg verlängert.

So gut diese Nachrichten auch sind, es gibt kein Licht ohne Schatten: „Unser erweitertes Angebot setzt natürlich voraus, dass die neuen Busse auch gefahren werden. Das gestaltet sich leider immer schwieriger“, berichtet Geschäftsführer Emschermann. Der Fachkräftemangel mache sich auch in der Nahverkehrsbranche bemerkbar. „Deshalb haben wir unsere eigene Fahrschule gegründet, in der wir seit Anfang 2019 unsere eigenen Busfahrer ausbilden“, so der Geschäftsführer weiter. Momentan seien zwölf Personen in der Ausbildung.

„Wir wollen nicht mehr nur auf den Markt hoffen, wenn es um die Besetzung neuer Stellen geht“, sagt Susanne Menge. Mit der eigenen Fahrschule sei man selbst aktiv geworden im Kampf um gut ausgebildetes Personal.


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Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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