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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Zoll: 156 Ermittlungsverfahren in der Baubranche

01.08.2020

Oldenburg Wenn billig am Ende teuer wird: Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Lohn-Prellerei in der Baubranche haben in der Region einen Millionenschaden verursacht. Die Gewerkschaft IG BAU beruft sich in einer entsprechenden Pressemitteilung auf eine aktuelle Auswertung des Bundesfinanzministeriums. Danach kontrollierten Beamte des Hauptzollamtes Oldenburg im vergangenen Jahr insgesamt 265 Baufirmen in der Region und leiteten 156 Ermittlungsverfahren ein. Wegen illegaler Praktiken in der Branche entgingen dem Staat und den Sozialkassen 2,3 Millionen Euro.

IG BAU-Bezirkschefin Gabriele Knue spricht von einem „erschreckenden Ausmaß krimineller Energie“. Hier stehe das Image einer ganzen Branche auf dem Spiel. „Sauber wirtschaftende Firmen dürfen nicht wegschauen, wenn sich Konkurrenten nicht an die Regeln halten. Gerade die Coronakrise hat ja gezeigt, wie wichtig die Bauwirtschaft als Stütze der Konjunktur auch in der Region ist“.

Branchen übergreifend führt die Statistik für 2019 rund 940 Prüfungen von Arbeitgebern und fast 11 000 Kontrollen von einzelnen Arbeitnehmern durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf. Der festgestellte finanzielle Schaden aus den daraus resultierenden straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen liegt für das Vorjahr bei 7,4 Millionen Euro. 1867 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten wurden eingeleitet; 1925 Verfahren kamen zum Abschluss.

„Das beste Mittel gegen unerlaubte Geschäfte am Bau ist ein fairer Wettbewerb zu fairen Löhnen und Arbeitsbedingungen. Dazu muss sich die ganze Branche bekennen, wenn sie ihren Ruf nicht verspielen will“, so die Gewerkschafterin. Die Arbeitgeber hätten in der laufenden Tarifrunde die Chance, die Bauberufe für Fach- und Nachwuchskräfte attraktiver zu machen.

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