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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Zukunft Von Galeria In Oldenburg: „Die Oldenburger wollen, dass ihr Einzelhandel in der Stadt weiter lebt“

27.05.2020

Oldenburg Auch vor einer Bekanntgabe von Schließungsplänen für einen großen Teil der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Häuser, der für Juni erwartet wird, haben Mitarbeiter der Galeria-Filiale am Rathausmarkt für das Haus in Oldenburg immer noch „ein eher gutes Gefühl“. Nach Angaben einer Mitarbeiterin werden in dem Warenhaus mit seinen etwa 100 Mitarbeitern schwarze Zahlen geschrieben. Außerdem soll die Immobilie dem Unternehmen gehören. Als ein mögliches Kriterium für Schließungen waren auch auslaufende Mietverträge genannt worden. Die Leitung vor Ort wollte sich gegenüber der Presse nicht äußern.

Die Gewerkschaft Verdi in Oldenburg ist trotz einiger positiver Indizien alarmiert. Handelssekretär Arne Brix sagte am Dienstag: „Wenn Herr Benko seine Ideen alle umsetzt, kann das nach Schlecker noch eine der größten Entlassungen werden.“ Die Signa Holding habe ihr Geld vor allem mit Immobilien gemacht und bislang eben nicht mit der Führung von Warenhäusern. Es sei angeraten, skeptisch zu bleiben. Nicht ausgeschlossen sei neben dem Verkauf von Kaufhof-Immobilien auch eine Entwicklung, die Richtung der „Galeries Lafayette“ etwa in Berlin gehe, wo Ladenflächen des Hauses an einzelne Shop- und Store-Betreiber vermietet würden.

Für eine Zukunft des Oldenburger Hauses spreche derzeit allerdings, dass es ein Warenhaus mit einem riesigen Einzugsgebiet sei, das bis zu den ostfriesischen Inseln reiche. Zumal die Mentalität hier und in der ganzen Region bis Ostfrieslang „ganz besonders“ sei, so der Berliner, der seit drei Jahren in Oldenburg lebt. „Die Menschen hier sind anders, man sieht sich in der Stadt, man geht ins Bar Celona und trifft sich plötzlich bei Kaufhof wieder. Und die Oldenburger wollen auch, dass ihr Einzelhandel in der Stadt weiter lebt, dafür tun sie auch was.“

Und ein Warenhaus habe in dieser Oldenburger Atmosphäre, „in der so viele Menschen, vielleicht bis auf die ganz jungen, weitgehend so kaufen, dass ihre eigene Stadt überleben kann“, auch weiterhin seine Berechtigung. Brix: „Ich bin sogar selbst ein großer Kaufhof-Fan, weil man alles an einem Ort findet.“

Neuerungen allerdings wie die personalsparende Einrichtung von Sammelkassen, die durchaus nicht bei allen Kunden gut ankommen – nach NWZ-Informationen auch bei vielen Mitarbeitern nicht – sind dem Vernehmen nach dem Sparkonzept geschuldet, das den Banken vorgelegt werden musste.

Am Ende hätten die Kunden aber vermutlich „selbst in der Hand, was passiert“, sagt der Oldenburger Michael Linnhoff, der gegenüber am „San Marco“ einen Kaffee trinkt: „Die Situation von Galeria Karstadt Kaufhof hat wenig mit Corona zu tun. Das schwelt schon länger. Aber ob es für Oldenburg weiter geht, liegt ganz stark an uns. Gehen wir vor allem zum Großversender, ist hier irgendwann Schluss, was als Riesenleerstand an diesem zentralen Ort schrecklich wäre, gehen wir zum Einkaufen in die Stadt, sieht es gut aus. Das gilt für jeden Laden, den wir haben.“

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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