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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Fahrradmarkt: Oldenburger bringen Kreidler auf Touren

04.03.2011

OLDENBURG Ein Weltkonzern und ein Mittelständler entwickeln gemeinsam ein Elektrofahrrad – diese eher ungewöhnliche Konstellation hat Bosch und den Oldenburger Fahrradhersteller und -Großhändler Cycle Union zusammengeführt. In dieser Woche lief in den Hallen im Gewerbegebiet Tweelbäke die Produktion der sogenannten E-Bikes an, die unter den Marken VSF Fahrradmanufaktur und Kreidler an die Fachhändler ausgeliefert werden.

„Die beiden Unternehmen haben sich in der Entwicklungsphase wunderbar ergänzt“, sagt Cycle-Union-Geschäftsführerin Severine Lönne: Bosch habe geballtes Konzernwissen und strenges Zeitmanagement eingebracht, Cycle Union die unmittelbare Nähe zum Fahrradmarkt und Erfahrung mit dem „System Fahrrad“.

Die neu aufgebaute Produktion inklusive dreifacher Qualitätskontrolle dreht sich um das Herzstück: die sogenannte Hochzeit zwischen dem Bosch-Elektromotor und den Fahrradrahmen. „Die Räder haben einen Mittelmotor“, erklärt Geschäftsführer Werner Forster: „Der Antrieb sitzt direkt im Tretlager.“ Dann räumt er mit einem weit verbreiteten Irrtum auf: „Das E-Bike wird nie allein vom Motor angetrieben. Er wirkt immer nur unterstützend.“

Bosch habe dafür eine intelligente Motorsteuerung entwickelt, die leistungsmäßig auf den Druck auf der Pedale reagiert – allerdings erst, wenn die Pedale ein gutes Stück bewegt wurde. „Das alte Problem, dass ein E-Bike an der Ampel losfährt, wenn man seinen Fuß nur aufs Pedal setzt, ist damit gelöst“, sagt Forster. Hinzu komme eine „marktunterdurchschnittliche“ Ladezeit für den Akku von etwa zweieinhalb Stunden und eine Maximalreichweite von 145 Kilometern – wenn man die niedrigste Unterstützungsstufe wählt.

Abseits aller Technik-Details sieht Severine Lönne das E-Bike als Lösungsvorschlag für viele Verkehrsprobleme. Besonders im Berufsverkehr stelle das Rad eine Alternative zum Auto dar, „weil man damit bequem und ohne zu schwitzen ins Büro kommt“. Anders als Elektroautos seien die Elektrofahrräder marktreif und könnten so maßgeblich zur Entlastung verstopfter Straßen beitragen.

Nicht nur die Oldenburger rechnen damit, dass die E-Bikes einen wachsenden Anteil an der Zahl von 40 Millionen Fahrrädern erobern werden, die jährlich in Deutschland verkauft werden. Immerhin: 2005 waren 50 000, 2011 sollen es schon 300 000 sein. Cycle Union hatte mit einer Eigenentwicklung 2010 bereits die Zahl von 15 000 verkauften Rädern erreicht, will den Marktanteil mit der neuen Technologie steigern.

Für Bosch bildet Cycle Union zudem einen Zugang zu den Fahrradhändlern: Nach und nach werden sie alle in Tweelbäke geschult und zertifiziert.

Cycle Union gehört zur Prophete-Gruppe (Rheda Wiedenbrück) und beschäftigt in Oldenburg und Memmingen 160 Mitarbeiter plus Saisonkräfte. Das Unternehmen macht 50 Millionen Euro Jahresumsatz und verkauft jährlich 125 000 Fahrräder, darunter 15 000 E-Bikes. Der Marktanteil bei E-Bikes liegt bei 7,5 Prozent.

Zum Unternehmen, das nur an Fachhändler liefert, gehören die Marken Rabeneick, Epple, Kreidler und VSF Fahrradmanufaktur. Bis 2007 hieß Cycle Union Fachmarktzentrum, dann kreierte man mit den Mitarbeitern den Namen Cycle Union.

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Gegründet wurde die prophete Gruppe vor 103 Jahren. Sie ist bis heute ein Familienunternehmen. Cycle Union wird geführt von den Geschäftsführern Severine Lönne und Werner Forster.

Kreidler wurde 1904 gegründet und vor allem mit Mopeds, Mokicks und Mofas bekannt. Legendär war vor allem die Kreidler Florett. 1982 meldete das Unternehmen Konkurs an. 1999 gingen die Rechte an der Marke Kreidler auf Prophete über. Unter dem Markennamen werden Fahrräder (Sport-, Trekking- und Cityräder) , Roller (gefertigt in Asien) und E-Bikes verkauft. Laut Severine Lönne hat die Marke ein „rebellisches Image“.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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