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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

HANDWERK: Oldenburger Hüte für englische Ladys

21.06.2005

OLDENBURG OLDENBURG - „Etwas Kreatives“ wollte Katja Otten nach dem Ende ihrer Schulzeit an der Realschule an der Alexanderstraße machen. Eigentlich sollte es die Werbebranche sein. Doch dafür fehlte ihr das Abitur. „Also musste ich ja eine Ausbildung anfangen“, erinnert sie sich.

Eine Friseur-, Bäcker- oder Schneider-Lehre waren nicht das Richtige für die 32-Jährige, obwohl „dort auch sehr kreativ gearbeitet wird“. Eher durch Zufall geriet sie an Marion Hundertmark, die seit 30 Jahren an der Gaststraße einen Hutsalon betreibt. „Ich habe mir hier erstmal alles in Ruhe angesehen und war begeistert“, sagt Hutmacherin und Modistin Otten – und begann 1990 mit der dreijährigen Ausbildung.

Nach einem kurzen Gastspiel in Osnabrück holte die ehemalige Chefin die 32-Jährige wieder zurück an die Gaststraße. „Sie hat mich angerufen“, erinnert sie sich, „und wollte mich unbedingt wieder einstellen.“ Nicht ohne Grund: In etwa zwei Jahren soll Katja Otten, die vor fünf Jahren ihren Meister gemacht hat, das Geschäft übernehmen. Ab Oktober steht zwar erstmal eine Babypause auf dem Plan, aber danach „möchte sie gerne wieder in dem Geschäft arbeiten“.

Denn hier kennt sie sich bestens aus: festliche und Hüte für die Freizeit werden genauso gerne genommen wie Filzhüte aus Hasen- und Kaninchen-Filz.

Es sind aber nicht nur die feinen Damen beim Pferderennen im englischen Ascot, für die Otten individuelle Hüte herstellt. „Auch immer mehr junge Leute trauen sich wieder, Hüte zu tragen“, berichtet sie. Dafür verwendet sie unterschiedliche Stoffe und Materialien: Stroh, Seide, Samt, Ripsbänder und Baumwolle.

Und sie selbst geht ohne Kopfbedeckung gerade im Winter nie vor die Tür. Besonders, wenn es eine kreative Eigenproduktion ist.

So entsteht ein

modischer hut

Der Hutrohling wird über eine Holzgrundform gezogen und mit Hitze und Wasserdampf in die entsprechende Form gebracht.

Mit einem Ripsband wird der Rohling auf der Grundform fixiert.

Auf der Unterseite der Holzform wird die Hutkrempe fest gemacht. Dann muss der Hut über Nacht trocknen.

Damit der Hut eine gewisse Stabilität bekommt, wird er mit einer Mischung aus Leim und Verdünner eingestrichen.

Nach zwei Stunden Trockenzeit kann der Hut von der Holzform gelöst und abgenommen werden.

Damit der Rand Halt bekommt, wird ein Drahtring in die Randkante am Hut eingearbeitet.

Nach dem Absteppen der Randkante fällt das überflüssige Material der Rundschere zum Opfer.

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Zum Schluss wird der Garniturstoff am Hut befestigt. Für den jeweiligen Kopfumfang des Kunden wird passend ein Futterband eingenäht.

Der modische Damenhut ist fertig!

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