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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bäume an Bremer Heerstraße müssen für Ausbau weichen

12.02.2019

Osternburg Großes Gerät für große Bäume: Am Montagmorgen setzte eine Firma aus Springe im Auftrag der Stadt die Säge an der Bremer Heerstraße an. Für insgesamt 51 Bäume gibt es nur noch eine Zukunft als Kleinholz. Die Fällungen gehören zu den Vorbereitungen für den Ausbau der Straße zwischen Dählmannsweg und dem Herrenweg.

Vielen Anwohnern und Pendlern dürfte bei diesen Bildern mit Sicherheit das Herz geblutet haben, zumal es sich um überwiegend gesunde Pflanzen handelte. Die Bäume haben natürlich über viele Jahre das Bild der Straße mit geprägt. Genau 42 Linden, acht Robinien und ein Arhornbaum hatten dennoch keine Zukunft. Die größten gefällten Gewächse waren besagter Ahorn mit 2,26 Metern Stammumfang und einer Kronenhöhe von zwölf Metern sowie eine Linde mit 3,45 Metern Umfang und einer Höhe von elf Metern. Insgesamt 31 der gefällten Bäume wiesen einen Umfang von mehr als 80 Zentimetern auf.

Baustelle bis 2021

Die Bremer Heerstraße wird ab diesem Jahr zwischen dem Dählmannsweg und dem Herrenweg auf rund 750 Metern ausgebaut. Baubeginn ist im zweiten Quartal. Für die Bauzeit sind drei Jahre angesetzt.

Die Kosten für den Ausbau belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Anliegerbeiträge werden nicht fällig.

Der Verkehr stadtauswärts wird während der Arbeiten an der Baustelle vorbeigeführt. Für die Gegenrichtung werden Umleitungen über die Autobahn und die Ger­hard-Stalling-Straße eingerichtet.

Die Verwaltung sah allerdings bei der vorgelegten Ausbauplanung für die Straße keine Möglichkeit, die Bäume zu erhalten. Denn erstens soll die Fahrbahn um rund einen halben Meter abgesenkt werden, um die Entwässerung mittels einer Bordrinne gewährleisten zu können. Zweitens wird der Querschnitt der Straße im Zuge der Maßnahmen komplett verändert.

Die jetzige Erscheinung der Straße stammt vom Anfang der 90er Jahre. Damals wurden beidseitig der ursprünglich sehr breiten Fahrbahn in möglichst gleichmäßigem Abstand Linden gepflanzt, deren Pflanzbeete mit Bordsteinen eingefasst wurden. Dazwischen wurde bislang beidseitig geparkt. Für Rad- und Fußweg blieb daneben mit rund 2,90 Metern nicht mehr viel Platz, von Sicherheitstrennstreifen ganz zu schweigen.

Das soll sich nun ändern. Der Plan sieht so aus, dass nur noch auf einer Straßenseite Bäume und Parkplätze Platz finden. Zunächst war dafür die Nordseite (in Richtung stadtauswärts auf der linken Seite) vorgesehen, weil für Pflanzungen auf der anderen Seite der Regenwasserkanal des OOWV im Weg gewesen wäre. Nachdem allerdings festgestellt wurde, dass der Kanal erneuert werden muss und in dem Zuge auch versetzt werden kann, entschied man sich für Bäume und Parkplätze auf der Südseite. Damit entsprach man auch dem Wunsch der Geschäftsleute und des Bürgervereins Osternburg-Dammtor, weil auf der Seite die meisten Geschäfte zu finden sind.

Durch den Wegfall einer Baum- und Parkplatzreihe bleibt (bei gleichbleibender Fahrbahnbreite von 6,50 Meter) mehr Raum für die Fußgänger und Radfahrer. 1,40 bis 1,45 Meter sollen die Gehwege beidseitig künftig breit sein, die Radwege jeweils 1,60 Meter. Dazu kommt ein 75 Zentimeter breiter Sicherheitstrennstreifen zwischen Radweg und Fahrbahn.

Die Reduzierung der Pflanzungen auf eine Seite führt dazu, dass weniger nachgepflanzt wird als nun gefällt wurde. Nach Informationen aus dem letzten Verkehrsausschuss bleibt auf der Südseite Platz für 24 Bäume und 36 Stellplätze zum Parken.

Darüber hinaus kündigt die Stadt weitere Ersatzpflanzungen im Straßenraum als Kompensation an. Wo genau das passieren soll, ist noch nicht bekannt. Laut Unterer Naturschutzbehörde müssen, um die Fällungen auszugleichen, insgesamt 117 standortheimische Laubbäumen mit einem Stammumfang von mindestens 16 bis 18 Zentimetern erfolgen. Sie empfahl allerdings eine höhere Pflanzqualität mit Umfängen von 20 bis 35 Zentimetern. Dann würde sich die Zahl der nötigen Ersatzbäume reduzieren. Die 24 Neupflanzungen an der Bremer Heerstraße werden als Ersatz angerechnet, wenn es sich um heimische Bäume handelt.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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