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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Osternburg meldet Protest an

28.09.2013

Oldenburg Der Bürger- und Gartenbauverein Osternburg-Dammtor hat „schärfsten Widerstand“ gegen eine mögliche Bahnumfahrung angekündigt. Hauptgrund ist die von den Gutachtern angeregte Querverbindung in Osternburg zwischen den Strecken nach Bremen und Osnabrück (NWZ  berichtete). Das würde „Wohnhäuser, Nachbarschaften und den Stadtteil zerstören“, schreibt die Vorsitzende des Vereins, Heidi Tauchert. Man erwarte vom Rat, dass er sich gegen diese „Wahnsinnspläne“ ausspricht, die auch die Donnerschweer Wiesen zerschneiden würden.

Die am Mittwoch vorgelegten Pläne des Stuttgarter VWI-Instituts sehen vor, die Spange in Osternburg zweigleisig auszubauen, zu elektrifizieren und mit Lärmschutz zu versehen. Die Chance für vernetzten Güterverkehr und der dann mögliche Verzicht auf die Rollklappbrücke über die Hunte sollen die Bahn von einer Umfahrung überzeugen. Nach einem Bericht des „Weser-Kurier“ hat Bremen zudem den zweigleisigen Ausbau der Strecke Oldenburg-Osnabrück für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet (offenbar um Güterzüge von Bremen wegzuhalten).

Die Fraktionen im Rat hatten die Gutachten überwiegend als Bestätigung ihrer Positionen gewertet. Für die umfahrungsskeptische SPD sagte Gesine Multhaupt, die Gutachter hätten einen stringenten Plan für die Machbarkeit vorgelegt. Bei den erwarteten Baukosten von 522 Millionen Euro könne sie sich aber die Überschrift „Vorzugsvariante“ schwer vorstellen. Die SPD bleibe bei ihrer Position, zum Schutz der Anwohner schnellen Lärmschutz an der Stadtstrecke umzusetzen.

Für die Grünen sah deren Fraktionssprecher Sebastian Beer „wenig Hindernisse, aber Herausforderungen“, deren größte das liebe Geld sei. Es gehe auch um die Frage, wie man die Umfahrung betriebswirtschaftlich für die Bahn darstelle.

Keine Probleme mit dem Geld hat dagegen Jens Ilse (Linke). Wichtig sei, wie sich die Stadt entwickle. „Dann ist es mir egal, ob das 200 Millionen mehr kostet.“ Der FDP/WFO-Fraktionsvorsitzende Hans-Richard Schwartz forderte, die Politik solle sich nach den „aussagefähigen Fakten des Gutachtens“ von der Hoffnung auf baldige Realisierung einer Umfahrung verabschieden. Es müsse Schluss sein mit der „kostenträchtigen Gutachteritis“.

Die CDU-Fraktion hat sich am Donnerstag auf eine Prüfung der Gutachten verständigt. Man sehe die Aussagen positiv, aber Knackpunkte bei Finanzierung und Auswirkungen einer Umfahrung auf landwirtschaftliche Betriebe im Stadtosten. Zu Osternburg hieß es, die Gutachter hätten eine Trasse ausgearbeitet, an der man nichts mehr ändern sollte.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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Michael Exner Autor
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