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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

„Das Problem wird nur verlagert“

21.09.2017

Osternburg /Nadorst Mit einem von Birgit Klempau und Mirko Dohse unterschriebenen Offenen Brief wenden sich Nachbarn des Mädchentreffs an der Cloppenburger Straße an die im Stadtrat vertretenen Fraktionen. Thema ist der geplante Gebäudetausch vom Mädchentreff an der Cloppenburger Straße mit dem Tagesaufenthalt für Obdachlose an der Ehnernstraße, der zukünftig an der Cloppenburger Straße beheimatet sein soll.

„Wir sind besonders Erschrocken über die fehlende Einbindung in den Entscheidungsprozess. In der direkten Nachbarschaft haben wir noch keine Vorschläge oder Konzepte gesehen, die dafür sorgen, dass die Probleme der jetzigen Tagesstätte nicht mit nach Osternburg umziehen“, teilen die Unterzeichner mit.

Dabei seien die Auswirkungen des geplanten Tausches vielfältig. Sie bedeuteten nicht nur den Verlust des Mädchentreffs für die Osternburger Mädchen, sondern auch den „Zuzug“ von ca 80 bis 100 Menschen täglich, die den Obdachlosentagesaufenthalt besuchen.

Sozialdezernentin Dagmar Sachse hatte den Umzug gegenüber der NWZ u.a. damit begründet, die Obdachlosenszene an der Ehnernstraße vom Café Caro und der Rose 12 zu trennen, wo Drogen- und Alkoholabhängige betreut werden. Im Tagesaufenthalt mussten wegen auftauchender Probleme häufig Hausverbote ausgesprochen werden. „Eine Unterschriftensammlung der Anwohner der Cloppenburger Straße an Frau Sachse, mit der Bitte um ein Gespräch und Erläuterung des Konzeptes, wurde nicht beantwortet“, teilen die Anlieger weiter mit. Die Anwohner befürchten, dass das Problem aus der Ehnernstraße nach Osternburg verlagert werde. Der Umzug des Tagesaufenthaltes ist auch Thema in den Sanierungsplänen für das Gebiet „Untere Nadorster Straße“. Im Protokoll der Sitzung zu diesem Thema (vom 8.5.2017) werden nach Mitteilung der Briefunterzeichner die Bedenken der Anwohner der Nadorster Straße bezüglich des Tagesaufenthaltes und der Wunsch einer Verlagerung sehr klar. Das Stadtplanungsamt erläutere in diesem Protokoll, dass „die Verlagerung des Tagesaufenthaltes bereits seit mehreren Jahren Ziel sei, bisher aber trotz der Besichtigung vieler potenzieller Objekte nicht umgesetzt werden konnte. Für die Verlagerung sei nicht nur ein passendes Objekt, sondern auch ein zugehöriger Freiraum zu finden. Anhand des derzeitigen Standortes kann man die Wichtigkeit des zusätzlichen Freiraumes erkennen. In den Räumen des Tagesaufenthaltes ist der Konsum von Alkohol verboten. Eine Folge daraus ist, dass die Einnahme von Alkohol im öffentlichen Raum im direkten Umfeld passiere. Verschärft werde die ohnehin angespannte Situation, da durch die Grundschule besonders schutzwürdige Gruppen Teil dieses öffentlichen Raums sind“.

Das stößt bei den Nachbarn aus der Cloppenburger Straße auf Widerspruch. Für eine soziale Stadt sei eine Anlaufstelle für Obdachlose eine Notwendigkeit, das werde nicht bestritten. Das jetzige Haus des Mädchentreffs mag ausreichende Räumlichkeiten bieten, aber auch dort sei kein ausreichender Freiraum vorhanden. „Der Konsum von Alkohol wird sich auch hier im öffentlichen Raum, nämlich auf dem Bürgersteig und Seiten- und Spielstraßen, abspielen. Im direkten Umfeld befinden sich die Evangelische Familien Bildungsstätte (EFB), drei Kindergärten, eine Grundschule und die Oberschule Osternburg“, heißt es in dem Brief.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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