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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Von Industriekultur und „schiefen Zipfelmützen“

04.05.2018

Osternburg Speicherhäuser und Spitzdächer – für den Vorstand des Bürger- und Gartenbauvereins Osternburg hoben sich die ursprünglichen Pläne für die Bebauung der Hafen-Südseite wohltuend ab von der „quadratisch-praktisch-guten Architektur auf der anderen Seite des Hafens“. Doch nun seien „schmale Glaskästen“ übrig geblieben, die „schiefen Zipfelmützen“ ähnelten.

Heidi Tauchert vom Vorstand macht in einem Brief an Oberbürgermeister Jürgen Krogmann aus der Enttäuschung vieler Bürgervereinsmitglieder keinen Hehl. Elke Wicherts, Leiterin des Stadtplanungsamtes, hatte den aktuellen Stand der Pläne bei der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins vorgestellt. Besonders enttäuschend sei, dass der blaue Kran nun doch nicht mit Mitteln der Städtebauförderung erhalten werden könne, schreibt Tauchert. Wenn das Bauvorhaben „ein gewisses Alleinstellungsmerkmal“ haben solle, „muss der Stadtrat das von dem Investor nachdrücklich fordern“. Die „letzten Elemente“ des Osternburger Hafen-Ambientes müssten erhalten werden. Es dürfe „nicht noch ein gesichts- und geschichtsloses Wohngebiet entstehen“.

Ähnlich enttäuschend sei, dass der Plan einer Fuß- und Radbrücke über den Hafen aufgegeben worden sei. Offenbar spiele die Bahn nicht mit. Kritisch fragt der Vorstand den OB: „Wie nachdrücklich ist hier von der Stadt verhandelt worden?“.

Die Stadtverwaltung räumt ein, dass Städtebaufördermittel für den Erhalt der historischen Krananlage sowie der vier Schüttgutbehälter nicht zur Verfügung stünden. Dazu habe es „leider am 11. April 2018 einen negativen Bescheid gegeben“.

Der geplante Rad- und Fußweg über die Rollklappbrücke lasse sich nach Aussage der Deutschen Bahn nur mit erheblichem Aufwand an Kosten und Zeit verwirklichen, antwortet die Stadtverwaltung dem Bürgerverein. Die Stadt habe die Bahn nun gebeten, den Aufwand konkreter zu beziffern. Die Antwort stehe aus.

Es sei nach wie vor zentraler Bestandteil der Planung für den Alten Stadthafen, die beidseitigen Uferpromenaden zu einem Rundweg für Fußgänger und Radfahrer zusammenzuschließen, bekräftigt die Stadtverwaltung.

Auf der Hafen-Südseite sehen die Planungen umfangreichen Wohnungsbau (350 Wohnungen) vor. Die Firma Rhein-Umschlag hat die entsprechenden Flächen geräumt. Der alte Ladekran – in wenigen Tagen öffnet hier das Staatstheater die Spielstätte Uferpalast – sollte als Industriedenkmal erhalten bleiben.

Die Wohnbebauung auf der Hafen-Nordseite hat eine Debatte über die architektonische Planung ausgelöst. Kritiker halten die mehrgeschossige Bebauung für gesichtslos.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101
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