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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Signal für zweiten Fußweg steht auf Rot

06.10.2018

Osternburg Rückschlag für die Pläne, das Neubaugebiet auf der Südseite des ehemaligen Stadthafens über einen Fuß- und Radweg auf der Rollklappbrücke zu erschließen. Die Deutsche Bahn sieht erhebliche Probleme, den gesperrten Weg westlich der Schienen freizugeben.

Bautechnisch entspreche der Weg vor allem in den Zugängen nicht dem Anspruch der Technik. „Es wären erhebliche Anpassungsmaßnahmen zur Sicherung des öffentlichen Personenverkehrs erforderlich“, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit.

Was bedeutet das konkret? Nach Mitteilung der Bahn muss eine Schrankenanlage den Personenverkehr sichern, wenn die Brücke für die Durchfahrt von Schiffen geöffnet wird. Das Eisenbahnbundesamt müsste diese Schrankenanlage zulassen.

Zudem müssten die Schranken in die Sicherheitsschaltung der maschinentechnischen Brückenanlage eingebaut werden; auch diese Anlage müsste neu zugelassen werden. Dies sei aus technischer Sicht „nur sehr aufwendig realisierbar.“ Die Kosten für die Entwicklung dieser Anlage müsste der Antragsteller – wer das sein könnte, ist bislang offen – tragen.

Weiterer Einwand der Bahn: Der Brückenwärter benötige einen direkten Blick auf den Fußgängerverkehr. Die westliche Seite sei vom Brückenwärterhäuschen aber nicht einsehbar. Diesen Fußweg per Video zu überwachsen, würde die Sicherheitsauflagen nicht erfüllen.

Der Zugang zum Fußweg ist gesperrt.

Bereits seit Jahrzehnten verbindet ein Fuß- und Radweg über die Rollklappbrücke den Stadtteil Osternburg mit der Innenstadtseite. Dieser von den Osternburgern rege genutzte Weg verläuft östlich der Schienen. Der Weg westlich der Gleise ist gesperrt; er habe ursprünglich auch nur „reinen Dienstzwecken“ gedient, teilt die Bahn mit.

Sowohl die Stadtverwaltung als auch Dirk Onnen, Investor für das Wohngebiet mit mehr als 300 Wohnungen auf der Hafen-Südseite, sind bestrebt, diesen bislang gesperrten Fußweg zu öffnen. Denn er würde das Neubaugebiet für Fußgänger und Radfahrer von Osten aus erschließen. Ziel: Der gesamte Hafen könnte – über Amalienbrücke und Hubbrücke – umrundet werden.

kommentar

Das sollte

lösbar sein

Christoph Kiefer

Es war zu befürchten: Der bislang gesperrte Fußweg auf der westlichen Seite der Bahnbrücke über die Hunte lässt sich nicht so einfach öffnen, wie es scheint. Doch die Bedenken, die von Seiten der Bahn geäußert werden, sind kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn die Sicherheitsauflagen lassen sich zwar nicht wegdiskutieren – aber vielleicht lösen.

Der Fuß- und Radweg ist für den Stadthafen mehr als nur ein nettes Sahnehäubchen. Er verbindet die beiden Seiten des Hafens und – das ist das Interessanteste – er ermöglicht, das Hafengebiet zu umrunden; ein wichtiger Schritt, um den Stadtteil zu beleben. Städtebaulich ist der Rundlauf ein Ziel, für das sich jede Anstrengung lohnt.

Den Autor erreichen Sie unter
Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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