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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Friedrich-Hempen-Haus: Osternburger bringt Leben unters Dach

09.12.2016

Osternburg /Ofen Vor einem Jahr suchten Gemeinden überall in Deutschland verzweifelt nach Wohnraum für Kriegsflüchtlinge aus Syrien oder anderen Krisenländern. Hans-Hubertus Kreysing hat den Krieg erlebt und er weiß, was es heißt, in fremden Ländern Fuß zu fassen.

Der heute 89-jährige gebürtige Norderneyer ging in Oldenburg zur Schule. Noch kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er als jugendlicher Flak-Helfer zur Verteidigung des Flughafens nach Bad Zwischenahn geschickt. Nach dem Abitur und dem Studium der Landwirtschaft in Göttingen wanderte er 1954 aus.

Zunächst in Ecuador und Venezuela arbeitete er für eine Hamburger Gesellschaft im Bananengeschäft. 1970 ging es, inzwischen mit seiner Familie, nach Rom. Erst mit 70 Jahren zog es ihn wieder nach Deutschland – nach Petersfehn. Und so wollte er im vergangenen Jahr auch in der Gemeinde Bad Zwischenahn helfen – obwohl er seit zwei Jahren in Osternburg lebt.

100 000 Euro stellte Kreysing zur Verfügung. Heute ist der größte Druck bei der Unterbringung der Flüchtlinge zwar verschwunden, immer noch leben viele Flüchtlinge aber in eher behelfsmäßigen Unterkünften.

Eine Familie könnte schon bald im Ofener Friedrich-Hempen-Haus ein dauerhaftes Heim finden. Denn die 100 000 Euro, so kamen die Gemeinde und Kreysing überein, sollen als Zustiftung in die Friedrich-Hempen-Stiftung fließen. Das bisher leerstehende Dachgeschoss des Ofener Dorfgemeinschaftshauses wird dafür als Wohnung ausgebaut. Vier Zimmer werden dann einer Flüchtlingsfamilie Platz bieten – ein Plan, der auch vom Ortsbürger- und Heimatverein Ofen unterstützt wird.

Friedrich Hempen

Das Friedrich-Hempen-Haus und die Stiftung sind nach dem 2012 verstorbenen Ofener Architekten Friedrich Hempen benannt. Der hatte der Gemeinde einen wesentlichen Teil seines Vermögens hinterlassen. Diese baute damit auf seinen Wunsch hin das Haus, das von der Stiftung verwaltet wird. Betrieben wird es vom Ortsbürger- und Heimatverein Ofen.

August Lehmann, Vorstandsmitglied im Verein und Mitglied im Beirat der Friedrich-Hempen-Stiftung, kam mit Kreysing und dessen Tochter Ulrike von Haumeder ins Zwischenahner Rathaus, um gemeinsam mit Bürgermeister Arno Schilling und Wilfried Fischer, Fachbereichsleiter Bürgerservice, die Pläne durchzugehen.

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Ihre gemeinsame Idealvorstellung: Die künftigen Bewohner der Wohnung greifen dem Ortsbürger- und Heimatverein im Dorfgemeinschaftshaus unter die Arme. Dort gibt es immer viel zu tun und der Verein würde sich über einen motivierten und geschickten Helfer freuen. Die neuen Bewohner haben dafür den direkten Kontakt zu den Menschen im Ort: Beste Voraussetzungen für eine gelungene Integration, so die Hoffnung aller Beteiligten.

Der Innenausbau im Dachgeschoss des Hauses an der alten Dorfstraße in Ofen soll jetzt zügig abgeschlossen werden – Kreysing hofft, zu seinem 90. Geburtstag im März die fertige Wohnung sehen zu können. „Wir geben Gas“, versprach Wilfried Fischer.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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