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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Selbsthilfe: „Pflege-TÜV nicht transparent genug“

14.02.2015

Oldenburg Der Pflege-TÜV steht vor dem Aus. Brunhilde Becker, Vorsitzende der Oldenburger Alzheimer Gesellschaft, bedauert das nicht. „Die Erkenntnis, dass der sogenannte Pflege-TÜV nicht der Transparenz bei den Versorgungsbedingungen in der Pflege dient, gibt es schon länger“, sagt sie und freut sich, dass die Politik beabsichtigt, das aufwendige Instrumentarium abzuschaffen.

Aus ihrer Sicht sind die durchweg guten Noten in den sogenannten Transparenzberichten verwirrend, wenn nicht gar bisweilen sogar irreführend. Als Beispiel für Oldenburger Heime nennt sie etwa Informationen zum Umgang mit demenzkranken Bewohnern. Da gebe es etwa die Frage, ob gesicherte Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien vorhanden seien. Alle Oldenburger Heime, so hat die Alzheimer Gesellschaft recherchiert, bejahen diese Frage. „Wer nun annimmt, dass sämtliche Einrichtungen einen gesicherten Garten für die orientierungslosen Bewohner bieten, wird feststellen, dass das nicht stimmt“, sagt Brunhilde Becker.

Wer kritisch nachfrage, bekomme dann die Antwort, dass spezielle Betreuungskräfte die Menschen auf Spaziergängen begleiten. Diese Antwort sei unbefriedigend, meint die Vorsitzende. Denn die orientierungslosen Menschen könnten nur dann nach eigenem Bedürfnis ins Freie, wenn es einen hauseigenen und gesicherten Garten gebe. „Von Selbstbestimmung kann man also nicht sprechen, wenn es nur in Begleitung des sowieso schon knappen Personals ins Freie geht.“

Wegen dieser und ähnlicher Widersprüche hatte die Alzheimer Gesellschaft die stationären Einrichtungen in der Stadt Oldenburg im Herbst 2014 befragt (NWZ  berichtete). Die Frage nach der Größe und Sicherheit der Gärten sei dabei eine der wichtigen gewesen.

Die Alzheimer Gesellschaft hat sich bei der Befragung auf Kriterien beschränkt, die von den Angehörigen leicht überprüft werden können. Eine einfache Benotung sieht die Selbsthilfegruppe als fragwürdig an. „Wenn es überhaupt Noten gibt, dann sollten die Bewohner oder – im Falle von Demenz – diejenigen, die deren Interessen vertreten, maßgeblich einbezogen sein.“

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Als ehrenamtliche Selbsthilfegruppe sei man nicht in der Lage, alle von den Heimbetreibern angegebenen Kriterien zu überprüfen. Statt des Pflege-TÜV wünscht sich Brunhilde Becker ein Qualitätsinstrument, das glaubwürdige, offiziell geprüfte Angaben enthält, etwa zur Größe der Wohnbereiche und zum tatsächlichen Dienstplan für das Personal.


  Ergebnisse der Befragung der Alzheimer Gesellschaft unter   www.alzheimer-oldenburg.de/versorgung/heime/einrichtungen 
Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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