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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Handel: Pläne für Gartencenter blühen wieder auf

08.05.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-07-20T21:17:47Z

Handel:
Pläne für Gartencenter blühen wieder auf

Oldenburg Schon seit zehn Jahren bemüht sich Rainer Ostmann, Chef des gleichnamigen Traditionsbetriebs aus Visbek (Kreis Vechta), darum, in Oldenburg den sechsten Standort seiner Gärtnerei zu verwirklichen. Nun ist seinem Vorhaben endlich Erfolg beschieden: Ostmann darf sich mit einem Gartencenter neben Möbel Buss am Oldeweg in Tweelbäke ansiedeln. Der Finanzausschuss des Stadtrates hat dem Projekt am Mittwochabend in nicht-öffentlicher Sitzung einhellig grünes Licht gegeben. Das bestätigte Stadtsprecher Reinhard Schenke am Donnerstag auf Nachfrage der NWZ. Details wollen Stadt und Investor am nächsten Montag in einer Pressekonferenz mitteilen.

Nach NWZ-Informationen erwirbt Ostmann von der Stadt ein rund 2,9  Hektar großes Grundstück. Die Verkaufsfläche des Marktes soll zwischen 13 000 und 14 000 Quadratmeter umfassen. Zum Sortiment gehören Pflanzen- und Gartenbedarf (auf 11 240 Quadratmetern), gartenspezifische Dekorationsartikel (1600 m²) sowie Glas, Porzellan und Geschenkartikel.

„Es war ein langer Weg. Ich freue mich riesig, dass es jetzt klappt“, frohlockt Rainer Ostmann gegenüber der NWZ. Zum Start sollen 30 bis 40 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Stadt beruft sich in ihrer Entscheidung auf ein Verträglichkeitsgutachten der Cima Beratung & Management GmbH. Danach erwarten die Experten weder in der Stadt noch außerhalb des Stadtgebietes schädliche Auswirkungen. Sie empfehlen der Stadt ausdrücklich, die Realisierung des Vorhabens mit der geplanten Sortimentsstruktur und den Verkaufsflächen zu ermöglichen.

Kurios: Das Büro Cima hatte 2007 ein Einzelhandelsentwicklungskonzept für die Stadt verfasst, das den Ausbau von Einzelstandorten wie Möbel Buss ablehnt. 2008 war ein erster Versuch Ostmanns, sich am Oldeweg anzusiedeln, am Widerstand von Grünen und CDU gescheitert. Örtliche Gärtner und Floristen waren gegen das Vorhaben Sturm gelaufen. Damals wurde befürchtet, dass Kaufkraft in Millionen-Höhe aus der Stadt in das Gartencenter abfließen würde.

Nach der aktuellen Fortschreibung des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes, das noch in diesem Jahr vom Rat beschlossen werden soll, ist die Gartencenter-Ansiedlung dagegen möglich.

Die Stadt muss nun ein Bauleitplanverfahren einleiten, um ein Sondergebiet auszuweisen. Der neue Ostmann-Markt soll im nächsten Jahr fertig sein.

Die Unternehmensgruppe Ostmann beschäftigt 120 Mitarbeiter und betreibt am Stammsitz in Visbek eine der größten und modernsten Endverkaufsgärtnereien der Region. Dazu kommen eigene Fachmärkte mit einer Verkaufsfläche von insgesamt über 20 000 Quadratmetern in Wildeshausen, Vechta, Stuhr-Varrel bei Bremen und in Bad Zwischenahn. In Visbek werden jährlich mehr als 250 000 Beet- und Topfpflanzen gezogen.