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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Planern wird Blick nach Italien empfohlen

05.08.2020
Betrifft: „Hier passiert bis 2023 nichts mehr“, NWZ vom 3. August

„Hallelujah, welch nahtlose Fortsetzung „glorreicher“ deutscher Ingenieurskunst in Verbindung mit dem ewig wiehernden Amtsschimmel! Da steht seit sieben Jahren fest, dass eine gar nicht mal so große Brücke erneuert werden muss – und fertig soll sie dann erst im Jahre 2025 sein. Wer es denn glaubt, dass der Termin und die Kosten eingehalten werden... (...)

Früher einmal wurden deutsche Ingenieure und Architekten weltweit für ihre Leistungen bewundert, aber das ist gefühlt 200 Jahre her. Ach, und die Stadt Oldenburg hat ja auch noch ein zu ersetzendes Bauwerk über die Haaren – nach meiner Erinnerung auch schon seit 2018, und es tut sich recht wenig... Grauen überzieht mich, wenn ich an die Autobahnbrücke über die Hunte denke.

Ein Tipp noch für die Techniker und den Amtsschimmel: In der gleichen Ausgabe der NWZ war ein Bericht über eine Brücke in Genua, die in knapp zwei Jahren – in Buchstaben: zwei Jahren – fertiggestellt worden ist. Und das im sonst oft belächelten Italien! (...)

Gerhard D. Klockgether Rastede

Man wundert sich (oder auch mittlerweile nicht mehr), wenn man die Planungen deutscher Behörden und Ämter ansieht. Für die Emsbrücke bei Weener sind die Genehmigungsunterlagen schon vier Jahre nach dem Unfall beim Eisenbahnbundesamt eingereicht worden.

Für die Cäcilienbrücke wird schon in diesem Jahr der Antrag auf Planfeststellung gestellt werden (angedachtes Bauende 2025?). Das Ganze, nachdem man schon seit etlichen Jahren weiß, dass ein Neubau erfolgen muss. Jeder private Bauherr plant zuerst, wartet auf die Baugenehmigung und reißt dann den Altbau ab.

Man muss nicht nach Berlin, Hamburg oder Stuttgart schauen, die Fußgängerbrücke im Schlossgarten oder die katastrophale Baustellenplanung auf unserer Stadtautobahn und Ausweichstrecken genügt eigentlich, um die Kompetenz der Beteiligten aufzuzeigen. Gutbezahlte Schlafmützen die nicht in Regress genommen werden können.

Wenn ich dann in der gleichen Zeitung (...) lese, dass in Genua der Neubau der Brücke, die vor zwei Jahren eingestürzt war, eingeweiht wird, kann man sich nur noch wundern. Und wir erlauben uns über die italienischen Verhältnisse zu lächeln?

Thomas Engel Oldenburg

Deutschland und Planung. Welten treffen aufeinander.

Während in einem krisengeschüttelten Land wie Italien der Neubau einer riesigen Brücke in Genua zwei Jahre nach dem Einsturz wieder eingeweiht wird, benötigt man in Deutschland mehr als doppelt so lange, um die Planung und Genehmigung solcher Objekte voranzutreiben. Es ist ein Trauerspiel in den Behörden, wenn man die Zeiträume zum Wiederaufbau der Brücken in Oldenburg (Cäcilienbrücke, Brücke im Schlossgarten) und in Leer verfolgt. Deutschland ist als „Bürokratie-Monster“ nicht zu toppen.

Friedrich Schröder Oldenburg

Der geplante Neubau der Cäcilienbrücke scheint sich zu einer Posse zu entwickeln. Aber für Brückenneubauten scheint Deutschlands Bürokratie einfach nicht geschaffen zu sein.

Man blicke nur ins ostfriesische Weener, wo vor fast fünf Jahren die Friesenbrücke von einem Binnenschiff zerstört wurde. Seitdem herrscht dort nichts als Stillstand. Und wann dort der Neubau tatsächlich fertiggestellt sein wird, steht noch immer in den Sternen.

Dass es auch anders gehen kann, hat Italien eindrucksvoll bewiesen. Innerhalb von nur zwei Jahren wurde die Morandi-Brücke in Genua nach ihrem Einsturz komplett erneuert und kürzlich dem Verkehr übergeben. Hut ab vor dieser Leistung.

Hätte sich dieses Unglück vor zwei Jahren in Deutschland ereignet, wären zum heutigen Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht einmal die restlichen Teile der zerstörten Brücke abgetragen worden. Von einem Neubau ganz zu schweigen!

Werner Striepling Wardenburg

Mit großem Erstaunen nimmt man wahr, dass die große Autobahnbrücke von Genua in zwei Jahren wieder hergestellt wurde. Im Gegensatz dazu wird es bis zur Fertigstellung der Cäcilienbrücke noch mindestens weitere fünf (!) Jahre dauern. Die Planung läuft doch nun schon eine gefühlte Ewigkeit. Wieso konnte das Planfeststellungsverfahren nicht längst in Angriff genommen werden?

Zudem wird die eigentliche Bauzeit sicherlich sehr viel länger als zwei Jahre dauern, wenn man bedenkt, dass die vergleichsweise überschaubaren Bauarbeiten am Ufer entlang der Herrmann-Ehlers-Straße die angekündigte Bauzeit um eineinhalb Jahre überzogen haben. (...)

Jörg Kuhlmann Oldenburg

Mit völligem Unverständnis habe ich die Informationen zu dem inzwischen unerträglich gewordenen Thema „Cäcilienbrücke“ zur Kenntnis genommen. Man bedenke, wir befinden uns z.Zt nicht nur, aber in besonderem Maße bedingt durch Corona, in generellen Überlegungen, eine Verkehrswende zu gestalten. Da kann niemand, auch ein Wasser-und Schifffahrtsamt nicht, umhin, sich Gedanken zu der Notwendigkeit einer Kanalbrücke an dieser Stelle zu machen.

Wir Oldenburger sind eingefasst von vierspurigen Schnellstraßen (BAB 28, 29, 293 und Nordtangente). Jeder Oldenburger Autofahrer kann problemlos von seinem Wohnort, ob innerhalb, oder auch außerhalb der Ringes wohnend, eine Auffahrt erreichen und findet in der Nähe seines Zieles eine Abfahrt. Dieser Überlegung folgend, wird ein Neubau der Cäcilienbrücke überflüssig. Außerdem ist zu bedenken, dass eine Hubbrücke – egal ob alt oder neu grundsätzlich ein Verkehrshindernis darstellt. (...)

Weiterhin frage ich mich, wie es sein kann, dass sich sogenannte Denkmalschützer für den Erhalt derartig hässlicher Turmbauwerke einsetzen und auch durchsetzen können, aber nicht in der Lage sind, den Erhalt und die Sanierung der Fassade „Wallkino“ sicherzustellen.

Klaus Buntzel Wardenburg-Hundsmühlen

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