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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Neue Heimat für die Wagenburg fast fertig

13.02.2014

Oldenburg Der Umzug der Wagenburg zum Fliegerhorst steht unmittelbar bevor. Zum 1. März sollen die Bauwagen auf das ehemalige Militärgelände rollen. Das berichtete Stadtsprecher Andreas van Hooven am Mittwoch auf Anfrage. Die Verwaltung stehe mit den Bauwagen-Bewohnern in enger Verbindung.

Beziehen wird die Wagenburg ein etwa 3500 Quadratmeter großes Grundstück im geplanten Naturschutzgebiet Alexanderheide (NWZ  berichtete). Der Mietvertrag über 20 Jahre war Ende vergangenen Jahres unterschrieben worden.

Mitarbeiter einer Oldenburger Baufirma sind derzeit damit beschäftigt, das Gelände für das Wohn- und Kulturprojekt vorzubereiten. Konkret geht es um die Verlegung der Versorgungsleitungen (Strom, Wasser und Telefon). Verzichtet wurde auf die geplante Umzäunung. Der Zugang zum Gelände erfolgt nicht über den Haupteingang, sondern über ein neues Tor zur Alexander­straße. Das Tor ist bereits eingebaut.

Mit dem Umzug zum Fliegerhorst endet ein jahrelanger Streit zwischen der Stadt und der Bauwagen-Kolonie. Um das Sanierungs-Großprojekt Alter Stadthafen realisieren zu können, hatte die Stadt den Mietvertrag mit der Wagenburg am Stau im November 2012 gekündigt. Bei mehreren Treffen konnten sich beide Seiten zunächst nicht auf einen neuen Standort einigen.

Aus Sicht der Verwaltung kam letztlich nur der Fliegerhorst in Frage. Den Wunsch der Wagenburg, dort das Areal beim Shelter 13 nutzen zu können, erfüllte die Stadt aber nicht. Erst im Dezember endete das monatelange Tauziehen. Gleichzeitig wurde so eine Räumung des Geländes am Stau vermieden. Die Rechtmäßigkeit einer Räumungsklage hatte das Landgericht zuvor bestätigt.

Zuletzt hatte sich der Streit nur noch um finanzielle Aspekte gedreht. Der Wagenburg war der Umzug zu teuer. Für die Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen sollten die rund 20 Bewohner 150 000 Euro (verteilt auf die Vertragslaufzeit) aufbringen. Letztlich wurde ein Kompromiss gefunden. Einzelheiten dazu wollte der Stadtsprecher nicht nennen. Die Verwaltung soll aber etwa zur Hälfte von ihren Forderungen abgerückt sein. Die Bauwagen-Bewohner sind insgesamt zufrieden mit dem Ergebnis: „Untragbare Klauseln, wie wir sie in ersten Versionen des Vertrags unterschreiben sollten, finden sich im jetzigen Vertrag nicht“, heißt es auf der Internetseite der Initiative.

Rainer Dehmer
Oldenburg
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2106

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