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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Poller zum Schutz des Baumes notwendig

17.09.2019
Betrifft: „Poller macht Familie das Leben schwer“ (NWZ vom 14. September); über Probleme bei der Zufahrt auf ein Privatgelände wegen eines Baum-Schutzes

Man erkennt unschwer, der Baum war eher da, hat meines Erachtens mindestens 100 Jahre auf dem Buckel. Irgendwann wird eine Ausfahrt unklug hingesetzt, jetzt stört der Baum. Nicht, das man nicht herauskäme, aber es ist anspruchsvoll. Ich denke, rückwärts hinein würde besser und sicherer gehen. Aber zum Baum, naja wenn er kaputtgeht, macht ja nichts, pflanzt man halt einen neuen.

Nein , so leicht ist es nicht. Der jetzige Baum setzt soviel Kohlendioxid um wie viele Dutzend Neugepflanzte. Dann braucht es wieder mindestens 100 Jahre, bis aus einem Setzling ein stattlicher Baum wird. Aber mal eine Ausnahme machen? Auf eine Ausnahme folgt erfahrungsgemäß die nächste und so weiter. Die Stadt würde sich erpressbar machen.

Interessant ist der Hinweis auf das Neubaugebiet am Schramperweg. Da sollte rasch gehandelt werden, bevor festgestellt werden muss, dass die dortigen Bäume durch das Parken so geschädigt sind, dass sie gefällt werden müssen. Worum es eigentlich geht: Es werden Tatsachen „geschaffen“, die Folgen nach sich ziehen, und zwar zumeist zulasten der Umwelt und nicht umgekehrt.

Über die Jahre nagt dieser Prozess am Stadtbild, am Wohnklima, der Lebensqualität. Das wird man feststellen, wenn die jetzigen Beteiligten schon lange nicht mehr zuständig sind. Darum finde ich das Verhalten der Stadt in diesem Fall angemessen und zukunftsorientiert.

Norbert Braun
Oldenburg

„Es ist nur ein Baum, die Dinger wachsen nach“, lese ich in einer seriösen deutschen Tageszeitung im Jahr 2019.

Hier lohnt ein Blick auf die Fakten. Gemäß Stammdurchmesser und Abbildung handelt es sich um eine Eiche, die den Bauarbeiten, dem Straßenverkehr und ihrer Nachbarschaft zum Trotz bisher ca. 100 Jahre überlebt hat. Ein solcher Baum bindet vor allem in höheren Lebensjahren viel CO2 im Holz, man schätzt ca. fünf Tonnen. Gleichzeitig produziert er ca. 20 000 Liter Sauerstoff pro Tag, wovon ein Mensch ca. 1000 Liter zum Atmen benötigt und ein Auto ca. 100 Liter pro 100 km. Es gibt keine andere Sauerstoffproduktion auf der Welt als das Grün der Pflanzen. In einer Stadt haben Bäume noch mehr Vorteile: Sie sorgen für Verdunstungskühle, Schatten und angenehmes Klima, sie bieten zahlreichen vielen Tieren Heimat und Nahrung.

Ich meine, angesichts dieser Tatsachen sollten wir den Bäumen etwas mehr Respekt entgegen bringen, als den Satz „Sind doch nur Bäume“ und die Einstellung „der Baum stört, weil ich meinen T 5 geradeaus in meine Einfahrt fahren möchte“. Das Foto entlarvt, dass Frau Chrobok durchaus in die Einfahrt hineinkommt, dank moderner Technik, Servolenkung, Kameras, Parkassistenten dürfte es kein Problem sein – das Problem existiert in meinen Augen eher in den Köpfen von von Frau Chrobok und Herrn Buck. Beide haben in meinen Augen noch nicht verstanden, dass unsere Welt von Menschen wie ihnen bedroht ist.

Holger Everding
Oldenburg

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