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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Presslufthammer dirigiert im Probenhaus

15.04.2010

OLDENBURG Im Probenhaus des Oldenburgischen Staatstheaters an der Cäcilienstraße geben Bauarbeiter mit ihren Maschinen den Takt vor: Ein meterhoher Bretterzaun schützt das Gebäude vor allzu neugierigen Blicken und unbefugtem Betreten. Das Gebäude, das einst von der Cäcilienschule genutzt wurde, wird saniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Und mehr noch: Das Gebäude erhält für fünf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II einen Anbau. Die Platzprobleme für probende Schauspieler und Musiker dürften nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2011 der Vergangenheit angehören.

Die Aufgabe, vor der der Oldenburger Architekt Volker Droste stand, war keine leichte. Das bauliche Umfeld mit seinen denkmalgeschützten Häusern gilt als sensibel. Umso mehr freut es Friedhelm Seier, Leiter des Staatlichen Baumanagements, das für das Land das Projekt ausführt, dass ein interessanter und nicht störender Neubau entsteht, in dem zwei Probebühnen für Ballett und Theater untergebracht werden. Zusätzlich entsteht ein Fundus-haus. Die beiden vorhandenen Probenräume werden saniert und weiterhin vom Orchester und vom Chor genutzt.

Den Beginn der Arbeiten für den Neubau markiert eine Pfahlgründung. „Erschütterungsfrei“, wie Seier betont, „um die Gebäude im Umfeld der Baustelle nicht zu gefährden.“ Vorsichtshalber sei an den benachbarten Häusern eine Beweissicherung vorgenommen worden, um zu dokumentieren, in welchem Zustand sich die Immobilien vor Beginn der Arbeiten befanden. Begleitet wird die Pfahlgründung von Archäologen, die im Erdreich historische Funde vermuten. „Abgerissen wird ein Anbau, das historische Hauptgebäude bleibt unangetastet“, sagte der Baudirektor weiter.

Abgerissen wird auch die ehemalige Garage auf dem Grundstück, das an den benachbarten Spielplatz grenzt. Allerdings laut Seier erst dann, wenn der Ausbau des Probenhauses abgeschlossen ist. Zurzeit werde die Garage als Lager für Requisiten genutzt.

Das Haus wurde 1867 als höhere Mädchenschule (1925 bis 1933 Helene-Lange-Schule) eröffnet. Die Substanz des Gebäudes hat in den vergangenen Jahren stark gelitten. Fenster ließen sich nicht mehr öffnen, es regnete durchs Dach und Efeu wuchs durch die Wände. „Unzumutbare Bedingungen“, wie Generalintendant Markus Müller befand.

Übergeben wird das sanierte und erweiterte Probenhaus im August 2011 zur neuen Spielzeit.

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