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Aktualisiert vor 24 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Putz-Kräfte kämpfen gegen die Uhr

27.10.2015

Oldenburg Reinigungskräfte in Oldenburg kämpfen nicht nur gegen Staub, Dreck und volle Papierkörbe. Sie kämpfen immer häufiger vor allem gegen die Uhr. Das hat die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Nordwest-Niedersachsen kritisiert. Von den Reinigungskräften werde verlangt, immer mehr Fläche zu machen – ohne dafür allerdings mehr Zeit zu bekommen, heißt es in einer Stellungnahme der Gewerkschaft zur laufenden Tarifrunde.

Eine aktuelle Herbst-Umfrage der IG Bau unter Beschäftigten der Branche, an der auch Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer aus Oldenburg beteiligt waren, habe gezeigt: 57 Prozent der Reinigungskräfte haben in den letzten zwei Jahren ein größeres Reinigungsrevier zugewiesen bekommen – und das bei gleichbleibender Stundenzahl. Neun von zehn der Befragten hätten angegeben, bei der Arbeit unter großem Zeitdruck zu stehen.

„Das Putz-Tempo nimmt zu. Der Druck auf die Reinigungskräfte ist dabei enorm. Es ist der Kampf „Mensch gegen Minute“, sagt IG-Bau-Bezirkschef Hans-Otto Rohde.

In Oldenburg arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft derzeit rund 2800 Beschäftigte in der Gebäudereinigung. Davon seien jedoch 55 Prozent lediglich Mini-Jobber. „Die Branche hat ein Vollzeit-Job-Problem: Immer häufiger werden reguläre Arbeitsplätze abgeschafft und durch Teilzeitkräfte oder Mini-Jobber ersetzt“, so Hans-Otto Rohde. Die Branchen- Umfrage habe ergeben, dass 28 Prozent der Beschäftigten täglich Überstunden machen müssten. Als „besonders dreist“ wertet der Vorsitzende der Gebäudereiniger-Gewerkschaft in der Region, dass Überstunden in rund 30 Prozent der Fälle nicht einmal bezahlt würden.

Die IG Bau will die Arbeitgeber bei der nächsten Runde der Tarifverhandlungen am kommenden Donnerstag mit den Missständen im Gebäudereiniger-Handwerk konfrontieren. Zudem soll etwa die niedrigste Lohngruppe für die Reinigungsbranche um 80 Cent auf dann 10, 35 Euro pro Stunde angehoben werden.

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