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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bau-Werk-Sommer: Räume schaffen zwischen Ankommen und Bleiben

21.05.2016

Oldenburg Spektakulärer Auftakt des Bau-Werk-Sommers 2016: Weit über 200 Leute kamen in die ehemalige Mohrmannhalle am Pferdemarkt, wo das Forum für Baukultur seit elf Jahren diese Veranstaltungsreihe rund ums Bauen und Leben in Oldenburg ausrichtet. „Aufnahmezustand“, das aktuelle Oberthema der nächsten Wochen, lockte ebenso an wie der Titel der Eröffnung: „Die verschiedenen Etappen des Ankommens und Bleibens“.

Der interessante Ansatz, die Problematik von Flucht und Migration auch als Aufgabe für Stadtplaner, Architekten und Immobilienwirtschaft zu begreifen, dürfte zu der rappelvollen Halle geführt haben – aber da war mehr. Vielen ging es auch darum, das Flüchtlingsthema nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern auch seine praktischen Folgen. Und diese wurden von Hassan Kamlih, Gnar Khalil und Assad Hassan eindrucksvoll geschildert.

Der Versicherungskaufmann, die Lehrerin und der Chemiker, die seit einigen Monaten in Oldenburg leben, erzählten auf Einladung der Veranstalter und der Interkulturellen Beratungsstelle Ibis, wie ihr Leben in Damaskus, Homs und anderen syrischen Städten war und wie es sich nach der Flucht vor dem Bürgerkrieg geändert hat. Die Unzumutbarkeiten für Neuankömmlinge in den Aufnahmelagern wurden dabei ebenso wenig ausgelassen wie die Sorge von anerkannten Asylbewerbern, auf dem freien Wohnungsmarkt erfolgreich zu sein. Zugleich war auch vom Glück, die eigenen vier Wände gefunden zu haben, oft die Rede.

Wichtig war den drei Syrern, die nötige Ruhe zu finden, um in der neuen Umgebung schnell Deutsch zu lernen und sich im Alltag zurechtzufinden. Die Ansprüche sind dabei unterschiedlich: Versicherer Kamlih sucht noch eine Single-Wohnung, Englischlehrerin Khalil, die sich derzeit an der Universität auf hiesige Lehrstandards vorbereitet, ist bereits in eine Wohnung eingezogen, und auch Hassan hat nach langem Warten das erhoffte Zimmer in einer Wohngemeinschaft gefunden. Ihr Traum für die Zukunft ist allerdings ähnlich – und überraschend oldenburgisch: „Ein Häuschen für die ganze Familie mit etwas Garten.“

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bewies der gelungene Bau-Werk-Start eines ganz deutlich: „Wir müssen unsere Aktivitäten für bezahlbaren Wohnraum weiter verstärken. Dabei ist klar, dass wir für alle Menschen bauen, nicht für Flüchtlinge.“

Klaus Fricke
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