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Oldenburger Grillbetrieb Ramke: Imbiss-Legende wird 50

06.11.2015

Oldenburg Zuerst ein „Banquette de veau“, dann eine „tarte aux myrtilles“ oder ein „gateau au chocolat“. Das sind die mit Kreide notierten Tagesempfehlungen auf den hübschen Bildern französischer Cafés – an den Wänden im Grillimbiss Ramke. Auf den Tisch kommen hier auch gute, aber handfestere Sachen. Im Fenster drehen sich knusprige Hähnchen, daneben brutzeln Rostbratwürste und Pommes. Auch Grünkohl kann man hier bekommen, Scholle und Seelachs, Gyros und Cevapcici, Schnitzel und Leberkäse – mit Bratkartoffeln, mit frischem Salat, wie man’s will. Alles wird serviert. Dafür wird Ramke an der Hauptstraße in Eversten seit 50 Jahren geschätzt.

„Das ist eine echte Institution hier“, sagt Ingrid Volkens, die mit ihrem Mann Werner Schmidtsdorf auf zwei halbe Hähnchen vorbeigekommen ist. „Sonst holen wir uns die aber nur ab. Die sind gut hier. Und es geht schnell, wenn man zum Beispiel noch einen Termin hat.“ Günter Fliegener ist nur zum Abholen gekommen. „Sonst bin ich hier auf den Gyros-Teller fixiert“, sagt er. „Aber heute hole ich mir Bratkartoffeln mit Hähnchenschnitzel. Sonst nehme ich es auch schon mal gerne fettreduziert, mit Kartoffelpüree.“ Fliegener wohnt seit 35 Jahren in Eversten. Er sagt: „Ich kann das sagen, das schmeckt hier.“

Große Stammkundschaft

Bei vielen ist schon beim Hereinkommen klar, was gewünscht ist. Da heißt es nur: „Weißte schon, ne!“ Und Jürgen Ziemann weiß schon: „Klar, Pommes mit Mayo.“ Auch Horst und Bärbel Siefken-Herrlich müssen nicht viele Worte sagen. „Alle 14 Tage, wenn wir bis zum Mittag im Garten gewühlt haben und nicht noch kochen wollen, laufen wir von der Tirpitzstraße nur durch den Wald“, sagt Bärbel Siefken-Herrlich. Ein halbes Hähnchen, Pommes, Ketchup in einer kleinen Extra-Schale, hinterher Kaffee – die freundliche Begrüßung reicht, man versteht sich, kommt alles ohne Bestellung.

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Kein Wunder, dass Ramke es auf „etwa 65 Prozent Stammkunden“ bringt, schätzt Jürgen Ziemann. Er führt den Schnellimbiss seit 2006 mit seiner Frau Maren, der jüngsten Tochter von Rolf und Ingrid Ramke. Der Gründer ist leider viel zu früh verstorben, aber Ingrid Ramke (73) hilft bis heute im Imbiss mit. Auch sonst wird Kontinuität groß geschrieben. Das zeigt auch ein Blick auf alte Anzeigen. Als etwa der vierte Ramke-Imbiss 1967 an der Ecke Bloherfelder Straße/Theodor-Heuss-Straße – pünktlich zum Start des Gymnasiums Eversten – eröffnete, gratulierte bereits die „Landschlachterei Alois Tepe“ aus Elisabethfehn („Wir beliefern Ramkes Imbißläden – Spezialität: Oldenburger Landbratwurst“). Und so ist es bis heute. Inzwischen führt der Sohn den kleinen Betrieb, aber noch immer kauft Ramke sein Fleisch bei Tepe.

Imbisse gehen zurück

Die größte Imbiss-Zeit war Ende der 70er-/Anfang der 80-er-Jahre – mit bis zu 13 Läden von Ramke, drei allein an der Cloppenburger Straße, auch dank Bundeswehr. Heute gibt es in der Stadt nur noch wenige klassische Imbisse – „was unter anderem mit der Zunahme der Pizzerien und Döner-Läden zusammenhängt“, sagt Ziemann, der deshalb längst Hamburger und Nuggets im Programm hat. Denn für das Gründungsgeschäft der Familie soll es noch möglichst lange weitergehen. Weiterhin sieben Tage in der Woche. „Geschlossen ist nur Weihnachten, Neujahr und Ostersonntag“, sagt Ziemann.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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