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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Dlrg-Ortsgruppe: Retter im regelmäßigen Training

17.07.2013

Bornhorst „Hilfe, Hilfe“ hallt es am Montagabend über den Kleinen Bornhorster See. Mittendrin sieht man einen Menschen mit den Armen zappeln, der Kopf taucht immer wieder unter. Badegäste am Strandbereich beobachten die Szene jedoch ganz unaufgeregt. Sie wissen, es ist Trainingsabend der DLRG-Ortsgruppe, die hier am See in den Sommerferien sogar täglich den Wachdienst leistet. Und montags ist eben immer Übungsabend.

Der da im See den Ertrinkenden mimt, ist Rettungsschwimmer Ole Meyer. Während er noch zappelt und schreit, rast Wolfgang Gauer ans Ufer, zieht sich Flossen über die Füße, nimmt das Rettungsbrett und schwimmt damit zu Ole Meyer. Flugs hat er den jungen Mann aufs Brett gehievt und bringt den „Notfall“ zum Strand.

Praktischer Beweis

„Mit dem Brett sind wir meistens schneller als mit dem Rettungsboot“, sagt Thomas Scheufen, ehemaliger Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe, Wachleiter und seit mehr als 20 Jahren Ausbilder von Rettungsschimmern. Am Montagabend sind die DLRG-Mitglieder nicht nur zum üblichen Training an den See gekommen. Sie wollen praktisch beweisen, wie einsatzfähig sie sind. Denn, wie berichtet, hatte in der vergangenen Woche ein Badegast den Wachdienst kritisiert. Bei regem Badebetrieb sei das Rettungsboot verschlossen in der Garage am Anleger untergebracht gewesen und DLRG-Kräfte hätten Eis verkauft.

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Auf Nachfrage der NWZ  hatte schon der Ortsgruppenvorsitzende Rolf Hullmann, der zurzeit auf Urlaubsreise ist, die Vorwürfe ausgeräumt. Dennoch brodelt es in der DLRG-Gruppe. Die Kritik will sie nicht auf sich sitzen lassen. „Wir haben einen funktionierenden Wachdienst und sind durchaus in der Lage, für Sicherheit zu sorgen“, bestätigt der zweite Vorsitzende Gerald Cassens (Wachleiter, Bootsführer und Ausbilder von Rettungsschwimmerausbildern) das, was schon Rolf Hullmann gesagt hat.

Das Besondere am Bornhorster sei, dass der Wachdienst in den Sommerferien täglich – und nicht nur an den Wochenenden – vor Ort sei. „Mit drei Leuten sind wir sowieso da, und wenn ganz viel Betrieb ist, stocken wir noch mal um zwei Kräfte auf“, sagt Wolfgang Gauer (Schatzmeister, Wachleiter, Ausbilder von Rettungsschwimmern, Katastrophenschutzhelfer und Strömungsretter). Schon vor Saisonbeginn werde der Wachplan aufgestellt. Kleine Veränderungen gebe es immer mal wieder. „Aber zu Beginn jeder Woche steht der Plan“, so Gauer, der wieder einmal Urlaub genommen hat für den Dienst am See.

Leistung wird überprüft

„Wir sind eine Vielzahl von Rettungsschwimmern und eine kleine Anzahl von Spezialisten“, erklärt Thomas Scheufen, der auch den Katastrophenschutz unterstützt. Die Rettungsschwimmer müssen jedes Jahr die Prüfung für den Rettungsschwimmschein in Silber ablegen. Ein Erste-Hilfe-Kurs sei ohnehin Pflicht. Die Ausbildung zum Boosführer sei weitaus aufwendiger.

Von den etwa 300 Mitglieder der DLRG stehen laut Gerald Cassens für den Wachdienst etwa 40 zur Verfügung. „Wir unterstützen bei Hochbetrieb auch die Oldenburger Bäder“, sagt er. Außerdem kümmerten sich DLRG-Kräfte im Auftrag der städtischen Bäder-Betriebsgesellschaft auch um den Verkauf im Kiosk am Badestrand. „Doch die sind nicht für den Wachdienst eingeteilt.“ Toiletten putzen, Müll vom Strand wegräumen: Das sind weitere Aufgaben, die die Ehrenamtlichen nebenbei erledigen.

Ihre Hauptaufgabe bleibt die Wache am Strand – und darüber hinaus. „Man muss immer Köpfe zählen“, erklärt Wolfgang Gauer die Methode der Überwachung von Schwimmern, die den abgeteilten Badebereich verlassen. Wenn bei starkem Betrieb etwas passiere, dann sei der Einsatz des Rettungsbootes nicht immer sinnvoll. „Es kostet Zeit, damit durch die schwimmenden Menschen zu lavieren. Da geht es mit dem Rettungsbrett schneller“, sagt Thomas Scheufen. Außerdem dürfe man nicht ständig mit dem Boot Kontrollen fahren. „Hier ist Landschaftsschutzgebiet.“

Schlimme Schnittwunden

Hitzeschlag, Erschöpfung, Insektenstiche und immer wieder schlimme Schnittwunden (durch Flaschenscherben im Uferbereich) sind die meisten Notfälle, um die sich die DLRG-Kräfte kümmern müssen. Um stets einsatzbereit zu sein, üben sie jeden Montag am See und nach der Saison in den Hallenbädern.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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