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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Das sind die neuen Pläne der Deutschen Bahn

06.03.2017

Oldenburg Nach der geharnischten Kritik am Ausbau der Stadtstrecke hat die Bahn nachgebessert: Seit vergangener Woche liegen die Ergänzungen für das umstrittene Projekt im Technischen Rathaus aus. Bürger, Naturschutzverbände und andere Interessenten können bis 18. April ihre Einwände abgeben.

In den vergangenen zwölf Monaten hat die Bahn aber nicht nur die angemahnten Unterlagen zu Lärmschutz, Erschütterungen und Naturschutz erarbeitet. Auch in weiteren Punkten wurden die Planungen weiterentwickelt.

Bahnpläne für die Öffentlichkeit Die ergänzenden Unterlagen zum Ausbau der Stadtstrecke liegen noch bis Montag, 3. April, im Technischen Rathaus an der Industriestraße 1 (Gebäude A, Zimmer 004) aus.

Baulager

Fortschritte gibt es nach Aussage der Bahn bei den Flächen, die für die Baulager in Beschlag genommen werden.

Mit der EWE sei vereinbart worden, nur ein kleines Areal am Bahnhof zu nutzen. Der Großteil der Fläche zwischen Gleisen und Karlstraße könne freigegeben werden. Schuttgüter sollen in Neusüdende, dem größten Logistik-Standort für den Bahnausbau durch die Stadt, gelagert werden. Lediglich diebstahl-gefährdetes Material bleibe auf dem EWE-Areal. Zudem will die Bahn an diesem Standort eine Info-Zentrale für Bürger errichten. Stadt und EWE hatten gegen die zunächst geplante Nutzung protestiert – die geplante Bebauung des Areals wäre auf Jahre blockiert worden.

Vom Tisch ist nach Aussage der Bahn auch der Streit um eine Fläche an der Industriestraße. Die Stadt habe als Ersatz ein Areal auf dem Fliegerhorst angeboten. Die Indus-triestraße – hier will die Stadt ein neues Verwaltungsgebäude errichten – könne freigegeben werden.

Zum Areal an der Jägerstraße gebe es Gespräche, aber keine Einigung. Die Fläche gehörte bislang der EWE und ist für das staatliche Institut für Lebensmittelqualität (Lufa) vorgesehen. Die Lufa plane hier einen Erweiterungsbau. Ob die Fläche für das Baulager anders geschnitten werden kann oder die Stadt möglicherweise auch hier eine Alternative anbieten kann, werde derzeit geklärt.

„Gute Gespräche“, aber keine Einigung – so sieht es auch beim Gutspark Dietrichsfeld aus. Die Fläche und ein Zugang seien für die Bahn wichtig. Verhandelt werde eine Zufahrt über das frühere Pekol-Gelände (Banater Weg) sowie über den Zuschnitt des benötigten Baulagers.

Rettungswege

Besonders umstritten ist das Rettungskonzept. Die vier Meter hohen Schallschutzwände, die den größten Teil der Stadtstrecke säumen sollen, erhalten im Abstand von 500 Metern Rettungstüren – nach Stand der Dinge. Die Bahn räumt ein, dass die Stadt damit nicht einverstanden ist und Zugänge im 200-Meter-Abstand fordere. Aber bereits die 500 Meter seien ein Zugeständnis.

Das Gesetz sehe Notzugänge zu den Gleisen im Abstand von 1000 Metern vor. In Gesprächen mit Stadt und Feuerwehr seien die Zugänge besprochen worden. Die Feuerwehr stelle sicher, dass Rettungskräfte alle Türen erreiche könnten – zum Teil über Privatgrundstücke von Anliegern. Über diese Türen haben Rettungskräfte im Unglücksfall Zugang zum Gleis.

Bahnübergänge

Nicht abgeschlossen seien die Gespräche über die Bahnübergänge. In zahlreichen Gesprächen mit der Stadt sei die kreuzungsfreie Gestaltung des Übergangs Alexanderstraße besprochen worden. Im April werde die Bahn eine entsprechende Vereinbarung vorlegen. Die Alexanderstraße soll in einer sogenannten Troglage unter den Gleisen hindurchgeführt werden. Seit Jahrzehnten gibt es entsprechende Pläne, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Die Kosten teilen sich Bund, Bahn und Kommune. Auf die Stadt kommen Kosten in zweistelliger Millionenhöhe zu.

Für die Stadt bedeuten die Gespräche einen Spagat: Einerseits fordert ein Ratsbeschluss den Bau einer Umfahrung. Andererseits bereite sich die Stadt mit Verhandlungen über den Umbau des Bahnübergangs für den Ausbau der Stadtstrecke vor.

Keinen Durchbruch gibt es bei den Verhandlungen für einen kreuzungsfreien Übergang „Am Stadtrand“ in Ofenerdiek. Die Stadt habe die Bahn nicht um eine Aufhebung des Übergangs gebeten. „Wir dürfen und würden uns dagegen nicht wehren“, beteuert Beyer. Andererseits gebe es Überlegungen, den Übergang zu beseitigen. Derzeit würden „verkehrliche und straßenbauliche Verbesserungen“ für den Bahnübergang erörtert.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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