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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Schüler laufen in Engpass Slalom

17.01.2015

Ofenerdiek Die weiße Markierung ist fast verblichen. Wenn Martina Adler vom Fußweg Am Strehl spricht, fügt sie immer ein „sogenannt“ hinzu. Denn die Trennung zwischen schmalem Gehweg und Fahrbahn ist vor allem im Dunkeln kaum zu erkennen. Wenn dann auch noch Autos oder Mülltonnen den Weg versperren, wird es eng. „Unsere Kinder laufen auf ihrem Schulweg oft Slalom oder müssen auf die Straße ausweichen“, schildert Adler stellvertretend für viele Eltern in Ofenerdiek die Gefahren.

Der „Strehl“ ist offiziell 30er-Zone, doch selbst beim kurzen Ortstermin halten sich nicht alle Autofahrer an die Geschwindigkeit. Wenn sich dann auch noch zwei Busse begegnen, bleibt für die Kinder kaum Platz im Nadelöhr. Zudem, so beklagen die Anwohner, sei der Weg in schlechtem Zustand und unzureichend beleuchtet.

Handlungsbedarf in der nur provisorisch ausgebauten Straße räumt auch die Stadt ein. „Bei einer Überprüfung der Verkehrssituation wurde festgestellt, dass sich auf dem asphaltierten Gehweg teilweise Schäden befinden, die ausgebessert werden sollen“, sagt Sprecherin Swantje Engel und kündigt Taten an: „Die Markierung zur Trennung des Gehweges von der Fahrbahn ist in Teilabschnitten verblichen und wird daher nach Behebung der Asphaltschäden voraussichtlich im Frühjahr 2015 ausgebessert.“

Die Beleuchtung entspreche allerdings ortsüblichen Kriterien. Da einige Straßenlampen vom Baumbewuchs der angrenzenden Grundstücke beeinträchtigt würden, sollen die Eigentümer zum Rückschnitt aufgefordert werden. Eine nachhaltige Verbesserung für die Fußgänger wäre aber nur mit einem Ausbau der Straße möglich, erläutert Engel.
Der Abbau von Aufpflasterungen zur Verkehrsberuhigung warf Fragen am Sodenstich auf. „Nun fahren die Autos erwartungsgemäß viel schneller durch die 30er-Zone“, beklagt Peggy Böker. „Die mit dem Ausbau 1994 hergestellten verkehrsberuhigenden Elemente wurden nicht eingeebnet oder verändert“, entgegnet Engel. Nur aufgrund von „baustellenbedingten Umleitungen des Linienverkehrs“, während der im Herbst 2014 erfolgten Sanierung der Wilhelm-Raabe-Straße und der Annette-von-Droste-Hülshoff-Straße seien die Aufpflasterungen in diesem Teilabschnitt „provisorisch angerampt“, nach der Sanierung aber sofort wieder beseitigt worden.   Die aus seiner Sicht mangelnde Kennzeichnung der 30er-Zone im Etzhorner Weg beklagt Heinrich Schmitt. „Hier sind viele Familien mit Kindern unterwegs“, sagt er und fordert eine umfangreichere und bessere Beschilderung. Das sieht die Stadt anders. „Die Zone wurde mit den Verkehrszeichen „Beginn/Ende einer Tempo-30-Zone“ in allen Zufahrten und Einmündungen beschildert“, antwortet Engel. Die Unfallstatistik der Polizei weise dort keinen Brennpunkt auf, und an einem „Schilderwald“ bestehe kein Interesse.  Rücksichtsloses Verhalten von Radfahrern beklagt Ute Buning aus der Schützenhofstraße. „Viele benutzen dort trotz der Radfahrwege weiterhin den Fußweg und genießen dabei offenbar Narrenfreiheit“, schimpft die Leserin.

„Bei Überprüfungen der Verkehrssituation wurden keine Beeinträchtigungen von Fußgängern durch eine verkehrswidrige Benutzung der Gehwege von Radfahrern beobachtet“, sagt Engel. Gemeinsam mit der Polizei wolle die Stadt die Lage jedoch weiter im Auge behalten.

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