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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Schweigeminute für Drogentote

22.07.2009

OLDENBURG Es ist schon einige Jahre her, aber das Bild wird Toddo wohl nicht vergessen. Eines Morgens lag seine Freundin tot neben ihm im Bett. Sie war 16 Jahre alt und hatte sich eine Überdosis Heroin gespritzt. Toddo war 18, Drogen nahm er, seit er zwölf war. Der Tod seiner Freundin war ein Schock, er wollte aufhören. Aber der Rückfall kam schnell. So wie Toddo erinnern sich viele am 21. Juli, dem Drogentotengedenktag, an Freunde, die sie an die Sucht verloren haben.

In Oldenburg hatten die Selbsthilfe JES-Oldenburg (Junkies, Ehemalige und Substituierte) und die Aids-Hilfe zu einer Gedenkminute vor dem Bahnhof aufgerufen und einen Info-Stand aufgebaut. Im vergangenen Jahr waren vier Menschen in Oldenburg an einer Überdosis gestorben, in diesem Jahr waren es bisher zwei.

„Heroin ist ein großes Thema“, sagt Doris Eggers von JES. 300 Substituierte, Menschen die mit Drogenersatzstoffen behandelt werden, leben in Oldenburg.

Erst kürzlich wurde ein Gesetz verabschiedet, dass die Abgabe von Heroin an Schwerabhängige billigt. Nun fordern Hilfsorganisationen, dass eine flächendeckende Versorgung gewährleistet wird und sogenannte Druckräume entstehen, in denen sich Abhängige Heroin spritzen können. „Da gäbe es eine Kontrolle“, sagt JES-Mitarbeiter Marc Seidel.

Toddo will nicht nur trauern, sondern andere vor den Gefahren warnen. „Am Bahnhof tauchen immer mehr Kinder auf. Sie sollen Nein sagen zu den Drogen, sonst ergeht es ihnen wie mir.“

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