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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Abriss Der Oldenburger Gleishalle: Das Signal steht auf Rot!

28.05.2016

Oldenburg Geballte Kompetenz gegen den Abriss der historischen Gleishalle im Hauptbahnhof: Ohne Banner oder Megafon, dafür mit starken Argumenten für den Erhalt eines wichtigen Elements der Oldenburger Baugeschichte, machten vier Stadtbauräte und eine Stadtbaurätin am Freitag Front gegen die Deutsche Bahn AG.

Stadtbaurätin Gabriele Nießen hatte ihre Vorgänger Frank-Egon Pantel und Hans-Martin Schutte sowie Carsten Schoch (Stadtbaurat Leer) und Georg Lisiecki (Ex-Stadtbaurat Lingen), die beide in Oldenburg leben und hier tätig waren, zum Ortstermin geladen. Die Experten waren sich einig: Der bundeseigene Konzern dürfe sich seiner Verantwortung für den Denkmalschutz nicht entziehen. Auch wenn Sanierung und Erhalt der Gleishalle teurer werden als Abriss und Neubau, so die einhellige Meinung, müsse der bundeseigene Konzern die Gleishalle erhalten, sagte Lisiecki. Vor dem Hintergrund, dass Privateigentümer immer wieder gehalten seien, viel Geld in den Erhalt ihrer Baudenkmäler zu stecken, „darf angebliche wirtschaftliche Unzumutbarkeit für den Bund keine Rolle spielen“, appellierte Schoch. Schutte sagte: „Die Bahn hat Vorbild zu sein“.

Gabriele Nießen berichtete, dass die DB „Station und Service“, die die Abrisspläne betreibt, ein für diese Woche vereinbartes Gespräch mit der Stadt abgesagt habe. Eine Handlung mit Vorgeschichte: Was das bundeseigene Unternehmen mit der Halle vorhat, hatte es am 26. April nicht der Stadt, sondern der NWZ  mitgeteilt: Abriss der Halle und – eventuell – Neubau im historischen Stil. Damit hatte die Bahn zwar eine (denkbare) Alternative zum Bau eines angedachten tristen Betondachs über den Gleisen geliefert, aber eine nachempfundene Gleishalle lehnen die Bauräte geschlossen ab: „Denkmalschutz heißt Erhalt des Originals, keine Replika“, sagte Nießen. Die Stadt fordere von der Bahn Unterlagen, die die Behauptungen des Unternehmens belegen, dass der Untergrund die Gleishalle nicht mehr tragen könne. Unterstützung für die Forderung nach Erhalt der Gleishalle komme von der Oldenburgischen Landschaft und dem Kulturministerium in Hannover, das den Denkmalschutz auf Landesebene betreibt.

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Hans-Martin Schutte, Oldenburger Stadtbaurat bis 2001, erinnerte daran, dass es nicht der erste Denkmalschutz mit der Stadt sei: In den 90ern hätten Stadt und Bürger die Zerstörung des Interieurs der Gaststätten-Säle für den Bau eines modernistisches Reisezentrums gerade noch verhindern können. Schon damals hätten im Bahn-Konzern „junge Manager“ das Sagen gehabt, die rein wirtschaftlich dachten. Kulturellen Argumenten seien sie nach der Privatisierung des Unternehmens kaum zugänglich gewesen.

Lisiecki sagte, dass Oldenburg es nicht den technischen Entscheidern im Bahnkonzern überlassen dürfe, Entscheidungen über denkmalgeschützte Bauwerke zu treffen. Pantel sprach von „einer Aufsplitterung der Verantwortung“. Nießen betonte, dass die Stadt alles tun werde, um vor der Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens alle staatlichen Ebenen und die Öffentlichkeit zu mobilisieren: „Auch dafür sind wir heute hier.“ Das Nordwest-Radio lädt für Mittwoch, 1. Juni, von 18 bis 19 Uhr zu einer Diskussionsrunde zur Gleishalle im Fürstensaal im Bahnhof.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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