• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

So klappt es mit den Nachbarn

30.10.2015

Oldenburg /Groningen Nach Groningen zu fahren, um dort zu bummeln, ist nicht nur reizvoll, sondern auch schön einfach. Wie sieht es aber mit Geschäftsbeziehungen aus? „Da gibt es Feinheiten, die man kennen sollte“, sagt die Oldenburgerin Bettina Fabich, die im TGO das Deutsch-Niederländische Service-Center „Denies“ betreibt und viele Jahre in den Niederlanden gelebt hat.

Fabich ist eine der Teilnehmerinnen der „Promotiedagen“ am 3. und 4. November in Groningen, einer der größten Unternehmermessen der Niederlande. 19 Oldenburger Firmen und Institutionen sind auf der Messe vertreten, so die Wirtschaftsförderung, die den Austausch organisiert. Bettina Fabich wird den Unternehmen dort helfen. Vermittelt über die IHK, die zum ersten Mal – mit der Handwerkskammer – an den „Promotiedagen“ teilnimmt, gibt es auf dem „Oldenburg Plein“ am 3. November ab 15 Uhr den kostenlosen Kurz-Workshop „Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden – Dos und Don’ts bei Geschäften im Nachbarland“ (Anmeldung bei der IHK bis zu diesem Freitag unter arians@oldenburg.ihk.de).

Und was kann man so alles falsch machen? Ein paar Beispiele nennt Bettina Fabich schon vorweg: „Bei einem Erstgespräch den Geschäftspartner bloß nicht mit Zahlen, Statistiken und Details traktieren, sondern erstmal global sprechen und sich kennenlernen.“ Erst bei weiteren Gesprächen könne es konkreter werden. Außerdem sei nie nur der Nachname zu nennen, sondern immer Vor- und Nachname, bisweilen nur der Vorname. „Klären muss man auch die Sprache.“ Deutsch sei eher nicht so angesagt, eher Englisch. Auch in der direkten Grenzregion dürfe Deutsch nicht vorausgesetzt werden. Als Geschäftsnetzwerk laufe praktisch alles über „LinkedIn“.

Wegen der flachen Hierarchien dürfe man sich nicht wundern, wenn man als Geschäftsführer eines Unternehmens auf einen Mitarbeiter statt den Chef treffe. Dies sei keine Respektlosigkeit, sondern oft inhaltlich begründet, zumal die Mitarbeiter dort über viel höhere Befugnisse verfügten als hier.

Aus der informellen und lockeren Art der Niederländer dürfe keinesfalls auf eine allgemeine Laxheit geschlossen werden. Fabich: „Mit Richtlinien und Bestimmungen nehmen die Niederländer es ganz genau, der Arbeitsschutz zum Beispiel ist strikter geregelt als hier und die Bußgelder sind erheblich höher.“

Zum Empfang lädt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am 3. November um 18.30 Uhr ein. Dann treffen sich Groninger und Oldenburger Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung auf dem Oldenburg Plein, um sich auszutauschen und kennen zu lernen. Der zweite Messetag startet um 12 Uhr mit dem Unternehmerbrunch, der zu einer festen Kontaktbörse geworden ist.
  Interessierte Unternehmer wenden sich an Britta Kern unter Tel. 235-3776 oder per E-Mail an britta.kern@stadt-oldenburg.de.
Am 3. November fährt ein Bus zur Messe (13.15 Uhr Weser-Ems-Halle, 13.30 Uhr TGO, Rückfahrt 20 Uhr; Anmeldung bis zu diesem Freitag unter Tel. 0152/53660137 oder Mail an heineke@thhima.de.

Weitere Nachrichten:

TGO | IHK | Handwerkskammer | LinkedIn | Weser-Ems-Halle | Promotiedagen