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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Sonntagsöffnung für Stadtteile

28.05.2008

OLDENBURG Es war eine Mischung aus Aufbruchstimmung und Wehmut, als der Rat am Montagabend (zum letzten Mal?) über Sonntagsöffnungen debattierte und die Verordnung über verkaufsoffene Sonntage in den Aktenordner für erledigte Fälle packte. Aufbruch, weil sich Stadtteilgemeinschaften künftig von der Innenstadt abkoppeln dürfen; Wehmut, weil „der Rat ein Stück weit entmachtet wird“ (Grünen-Ratsherr Ralf Briese).

Es war keine Entscheidung aus freien Stücken, der Rat setzte lediglich ein Landesgesetz um. Danach bleibt die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage zwar weiter auf vier pro Jahr begrenzt, es bedarf aber für diese Aktionen keines besonderen Anlasses mehr (wie z. B. in Oldenburg Kramermarkt oder Ostermarkt). Außerdem ist die Freigabe nicht mehr an eine Verordnung (und damit an einen Ratsbeschluss) gebunden. Die Verwaltung entscheidet allein auf Antrag der Kaufmannschaft.

Darüber hinaus können sich die Stadtteilzentren von der Innenstadt abkoppeln und ihre eigenen verkaufsoffenen Sonntage veranstalten. Allerdings müssen die Geschäfte dort im Gegenzug an einem der offenen City-Sonntagen geschlossen bleiben. Als erstes profitiert davon am Sonntag die Hauptstraße mit ihrer Öffnung zum Brunnenlauf. Die Entscheidung im Rat fiel letztlich gegen Grüne und Linke.

Einvernehmlicher ging’s zu bei der Namensregelung im Zuge des Baus der ECE-Schlosshöfe. Die Landessparkasse darf ihre Adresse beim Umzug an den ZOB mitnehmen.

Bei Enthaltung der Linken beschloss der Rat wie zuvor der Verkehrsausschuss (die NWZ berichtete), dass der nicht vom Einkaufszentrum belegte Rest des jetzigen Berliner Platzes zum Jahreswechsel in Schlossplatz umbenannt wird. Die Fläche zwischen Sportarena und LzO erhält den Namen Berliner Platz.

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