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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Frauentag: Spagat zwischen Arbeit und Familie

07.03.2013

Oldenburg „Schaffen Sie das alles?“ Diese Frage wurde Christine Ripken von einer unbekannten Passantin gestellt, als sie mit einem Kind an der Hand, einem im Kinderwagen und hochschwanger spazieren ging. Die 33-Jährige ist mittlerweile fünffache Mutter und berufstätig – als Tagesmutter. „Beruf und Familie sind in diesem Fall vereinbar“, so Ripken. Doch wie ist es um andere Frauen bestellt? Anlass, über diese Frage nachzudenken, bietet der Internationale Frauentag an diesem Freitag, 8. März.

Prioritäten im Lebensplan

„Ich finde es gut, dass es diesen Tag gibt, um auf die frühere Unterdrückung von Frauen aufmerksam zu machen“, meint Rieke van Heel, die als Verkäuferin im Textileinzelhandel arbeitet. Auch sie möchte später Beruf und Familie vereinbaren. „Ja, es klingt klischeehaft, aber Heirat und eigene Kinder gehören zu meinem Lebensplan“, berichtet die 22-Jährige. Sie werde allerdings darauf achten, dass sie später nicht von ihrem Mann abhängig sei: „Später möchte ich gerne Teilzeit arbeiten.“

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Vollzeit arbeitet die 57-jährige Gabriele Wundram. Sie hat sich vor zwei Jahrzehnten gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Rita Büter-Busker mit einem Stoffwarengeschäft selbstständig gemacht. „Dabei hat mir das Buch mit dem Titel ,Den Laden schmeißen’ von Barbara Sichtermann sehr geholfen – das war meine ideelle Unterstützung.“ Die war auch nötig: Bei der Aufnahme eines Kredits beispielsweise galt es, Hürden zu überwinden. Wundram und ihre Kollegin benötigten damals die Zustimmung ihrer Ehemänner – „das hielten wir jedoch für unangemessen. Ein Mann hätte wohl kaum seine Frau um Erlaubnis fragen müssen.“

Die Betreuung ihrer damals neunjährigen Tochter war ein wichtiges organisatorisches Thema – durch Teamwork mit der Geschäftspartnerin und die Unterstützung ihres Mannes hat es funktioniert.

Wundram ist der Überzeugung, dass man den Internationalen Frauentag dringend brauche, sie meint: „Der Blick, der weltweit auf Frauen geworfen wird, ist zu selten anerkennend.“

Wertschätzung fehlt

Auch Christine Ripken ergänzt: „Die Anerkennung der Arbeit von Frauen ist in vielerlei Hinsicht nicht ausreichend – das gilt ganz besonders für Mütter.“ Zwar werde ihr als fünffacher Mutter nicht mit offenen Anfeindungen begegnet, aber „wenn einem die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, ist das schon eine eindeutige Geste.“

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Ripkens Tag beginnt um sechs Uhr morgens, 14 Stunden später sind ihre Kinder im Bett – „ich wollte schon immer eine große Familie haben“. Gabriele Wundram, deren Tochter mittlerweile erwachsen ist, schätzt die großen Gestaltungsmöglichkeiten als ihre eigene Chefin. Auch die 22-jährige Rieke von Heel ist sehr zufrieden.

Auf ein Vorbild angesprochen, nennt von Heel ihre Mutter, Christine Ripken ihre Großmutter: „Sie hat vier Kinder großgezogen und war zusätzlich noch berufstätig. Später hat sie dann noch ihren Mann gepflegt.“

Evelyn Eveslage Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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