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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadion-Neubauten: Nicht jeder Schuss ist ein Treffer

30.12.2015

Oldenburg Der Aufstieg in den Profifußball – daran gekoppelt ist in vielen Städten der Bau eines neuen Stadions. Mancherorts werden die Träume vom Spitzenfußball in Arenen mit toller Atmosphäre wahr, anderswo entwickeln sich solche Projekte zum Albtraum. Wie es andere Kommunen geschafft haben, Stadionpläne zu realisieren, zeigt die nachstehende Übersicht mit Beispielen aus Regensburg, Heidenheim, Paderborn, Wiesbaden und Halle. Dort sind in den vergangenen acht Jahren attraktive Stadien entstanden, die als Vorbild (oder auch Warnung) für Oldenburg dienen könnten.

Regensburg

Die Continental-Arena in Regensburg (138  000 Einwohner) wurde am 10. Juli dieses Jahres eingeweiht. Baubeginn war im Januar 2014. Sie verfügt über 15 224 überdachte Plätze. An der Projektsteuerung war das Architekturbüro Albert Speer & Partner beteiligt, das auch für die Stadt Oldenburg die Stadion-Standortanalyse vorgenommen hat.

Die Baukosten betrugen 52,7 Millionen Euro – eine Summe, die Regensburg die zweifelhafte Ehre verschaffte, im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes angeprangert zu werden. Auf den reinen Stadionbau entfielen 19,8 Mio. Euro. Die Finanzierung wurde über die Regensburger Badebetriebe abgewickelt. Für die Namensrechte zahlt die Continental AG 200 000 Euro pro Jahr.

Kurios: Der Baubeschluss fiel zu Zweitliga-Zeiten des SSV Jahn Regensburg, der für die Nutzung 5000 Euro pro Spieltag an die Stadt zahlt. Mittlerweile ist der Verein in die 4. Liga abgestiegen, stellt dort aber Zuschauerrekorde auf und ist Anwärter auf den Wiederaufstieg.

Heidenheim

Die Voith-Arena ist die Heimstätte des Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Das Stadion verfügt derzeit über 15 000 Plätze, Eigentümer ist die Stadt Heidenheim (47 000 Einwohner). Der Baubeschluss wurde 2009 gefasst, als der Klub noch Viertligist war. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga im selben Jahr wurde der Bau mit 10 000 Plätzen für 14,1 Millionen Euro bis September 2010 realisiert. Die Kosten trug größtenteils die Stadt. In den Folgejahren wurde die Arena für 6,4 Mio. Euro um 5000 Plätze erweitert.

Paderborn

Der Bau der 15 000 Zuschauer fassenden Arena in Paderborn (144 000 Einwohner) war eine schwere Geburt. Baubeginn war im Juli 2005, im November 2005 erfolgte aufgrund von Anwohnerklagen ein zweijähriger Baustopp, ehe es mit neuer Baugenehmigung weiterging. Erst im Juni 2008 wurde das Stadion an den SC Paderborn übergeben. Die Baukosten waren mit neun Mio. Euro angesetzt. Wegen der Verzögerungen durch Klagen und Änderungen im neuen Bebauungsplan stiegen die Kosten auf mehr als das Doppelte.

Wiesbaden

Die Brita-Arena in Wiesbaden (273 000 Einwohner) ist seit der Saison 2007/08 die Heimstätte des heutigen Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Die Anlage trägt den Namen des ehemaligen Hauptsponsors Brita, der gleichzeitig Eigentümer ist. Die 12 066 Zuschauer fassende Arena aus Stahlrohrtribünen wurde im Oktober 2007 nach einer Bauzeit von nur vier Monaten fertiggestellt. Der Bau war mit dem Aufstieg des SV Wehen in die 2. Bundesliga notwendig geworden. Die Kosten betrugen 16 Millionen Euro. Ursprünglich als Provisorium geplant, soll das Stadion nun dauerhafte Spielstätte werden.

Halle

Das 15 057 Plätze fassende Stadion im Erdgas Sportpark in Halle (232 000 Einwohner) wurde am 17. September 2011 nach einjähriger Bauzeit eröffnet. Hier spielt Drittligist Hallescher FC. Eigentümer ist die Stadt Halle, Betreiber die Stadion Halle Betriebs GmbH. Die Kosten von etwa 17 Mio. Euro teilten sich die Stadt mit rund elf Mio. Euro und das Land Sachsen-Anhalt mit sechs Mio. Euro. Der Vertrag über das Namensrecht bringt 500 000 Euro pro Jahr ein.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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