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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Oldenburger Gleishalle: Stadt droht Bahn mit 25.000 Euro Strafe

29.07.2016

Oldenburg Auch der Stadt ist es zu bunt geworden, dass die Weichen für die Sanierung der denkmalgeschützten Gleishalle des Oldenburger Hauptbahnhofs noch immer nicht in die richtige Richtung gestellt wurden. Das Dach rostet triste vor sich hin.

Da will man bei der Stadt nicht mehr tatenlos zuschauen, sondern hat der Bahn in einem siebenseitigen Schreiben ein Strafgeld in Höhe von 25.000 Euro angedroht, sollte nicht bis zum 31. Oktober mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Wie die Eigentümer anderer denkmalgeschützter Gebäude auch, ist die Bahn aus Sicht der Stadt gesetzlich verpflichtet, die Gleishalle so herzurichten, dass „die Erhaltung und Sicherung des Denkmals auf Dauer gewährleistet ist“. Überdies muss sie dafür Sorge tragen, dass „negative Auswirkungen der Arbeiten auf das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude und damit auch die Gleishalle so minimal wie möglich gehalten werden“.

Wie die Stadt in ihrem Schreiben ausführt, seien erste Mängel des Daches bereits 2009 festgestellt worden. Aus Sicht der Stadt hat es die Bahn seither unterlassen, die Mängel zu beheben. Schon damals sei ausgeführt worden, dass die Schäden mit der schadhaften Gründung des Gebäudes zusammenhängen.

2013 wurden dann aus Sicherheitsgründen die Scheiben aus dem Dach der Gleishalle geschlagen. Und obwohl inzwischen die nationale Bedeutung der dreischiffigen Bahnsteighalle aus dem Jahr 1915 im Ensemble mit dem Fürstenpavillon und der Empfangshalle bekannt war, hat sich bis heute nichts getan. Wer auf dem Weg zur Küste in Oldenburg umsteigt, sieht über sich die rostigen Dachstreben ohne Glas. Immer neue Gründe wurden von der Bahn gefunden: Zunächst gab es keine Kostenstelle im Haushalt für die Sanierung, dann musste der Denkmalschutz prüfen und prüfen, bis schließlich herauskam, dass man eine Sanierung als zu teuer erachte und abreißen wolle.

Auch die Stadt lässt in ihrem Schreiben durchblicken, dass auch sie – immerhin Untere Denkmalschutzbehörde – nur schleppend und auf Nachfrage informiert worden sei.

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Auch die Bahninitiative „LiVe“ begrüßt, dass die Stadt bei der Bahn nun Druck macht, damit die denkmalgeschützte Gleishalle des Bahnhofs erhalten wird, statt sie abzureißen und durch ein pflegeleicht-schmuckloses Betonflachdach zu ersetzen.

Nach Auffassung von „LiVe“ besteht diese Absicht der Bahn auch, um den zu erwartenden Güterverkehr von und zum Jade-Weser-Port problemloser durch den Bahnhof zu bringen. Nach Ansicht der Initiative unterlässt es die Bahn seit Jahren, die gebotenen Erhaltungsmaßnahmen an der denkmalgeschützten Halle vorzunehmen, um bei Verfall des Gebäudes eine Ausnahmegenehmigung zum Abriss zu erhalten.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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