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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Soll der Blankenburger Altar verkauft werden?

11.07.2016

Oldenburg „Es ist einige Wochen her; Herr Schwerdt war im Stadtmuseum und hat den Mitarbeitern erklärt, er lasse den Blankenburger Altar vermessen und abholen.“ Frank Diekhoff, Geschäftsführer des Bezirksverbands Oldenburg, erinnert sich gut an die überraschten Gesichter der Mitarbeiter, die ihm von dem Besuch berichteten.

Nachfragen ergaben, dass der Eigentümer des früheren Klosters Blankenburg, der Oldenburger Immobilien-Händler Wolfgang Schwerdt, den berühmten Altar als seinen Besitz erachtet und aus dem Stadtmuseum holen will.

Für Bezirksverband und Stadt ein unvorstellbares Szenario: „Schrecklich, wenn der Altar, der für die Öffentlichkeit errichtet wurde, in einem Privathaus verschwinden würde“, sagt Diekhoff. Der Verband verwaltet die Stiftung Blankenburg, in deren Besitz sich der Altar befindet.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wird noch deutlicher. Die Stadt werde alles daran setzen, den Altar weiter im Stadtmuseum zu präsentieren. Schwerdt plane eine Veräußerung auf dem Kunstmarkt – davor müsse der Altar bewahrt werden. Schwerdt bestätigte gegenüber der NWZ  den Vorstoß, wollte sich aber nicht näher dazu äußern.

Ansatzpunkt für Schwerdts Begehren ist nach den Worten des Verbandsgeschäftsführers der Vertrag, den der Bezirksverband beim Verkauf des früheren Klosterareals 1989 geschlossen hat. Wie Diekhoff berichtet, enthält der Kaufvertrag keine Aussage darüber, ob mit dem Kloster auch der Altar verkauft worden ist oder nicht. Ein Schriftwechsel zwischen den Käufern, Michael Iwanschitz und Katharina Haupt, sowie dem Bezirksverband regele die Besitzverhältnisse aber eindeutig. Iwanschitz habe darin zugesichert, der Altar bleibe Eigentum der Stiftung.

Aus dem Vermerk von Iwanschitz geht aber ebenfalls hervor, er gehe davon aus, dass der Altar als Dauerleihgabe seinen angestammten Platz erhält, wenn die Klosterkirche wieder konfessionell genutzt werden sollte.

Schwerdt hatte das ehemalige Kloster östlich von Oldenburg 2013 von einem Hamburger Unternehmen gekauft. In dessen Hände war es 2006 gelangt. Schwerdts Pläne, ein genossenschaftliches Wohnkonzept zu entwickeln, landeten 2015 in den Schubladen. Schwerdt konnte das Areal an das Land verpachten, das dort eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge errichtete. Über die Miete vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Unbestätigten Angaben zufolge soll sich das Land zu einem Zehn-Jahres-Vertrag mit einer Miete von monatlich 20 000 Euro verpflichtet haben.

In einem Gespräch mit Schwerdt und dessen Anwalt vor wenigen Tagen habe er den vertraglichen Sachverhalt und seine Sicht deutlich gemacht, sagte Diekhoff. Schwerdts Anwalt habe um eine schriftliche Erklärung gebeten. Diekhoff: „Die haben wir übermittelt. Jetzt warten wir, ob noch etwas kommt.“

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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