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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadt prüft Trassen für Bahn-Umgehung

12.03.2013

Oldenburg Die Stadtverwaltung plant den nächsten Schritt in Richtung Umgehungstrasse. Ein Institut soll die Machbarkeit verschiedener Streckenvarianten prüfen. Die neue Trasse soll in jedem Fall nahe der A 29 verlaufen. Dies teilte Verkehrsamtsleiter Bernd Müller am Montag dem Verkehrsausschuss mit.

Um den Auftrag hat sich das Verkehrswissenschaftliche Institut Stuttgart beworben. Ob die Gesellschaft den Zuschlag erhält, entscheidet der Verwaltungsausschuss am Freitag. Mit Ausnahme von FDP-WFO signalisierten am Montag alle Fraktionen Zustimmung.

Wie berichtet, lehnt der Rat den von der Bahn geplanten Ausbau der Stadtstrecke im Zuge des Jade-Weser-Ports ab. Wegen der befürchteten Zunahme des Güterverkehrs fordert die Stadt eine neue Bahnstrecke, auf der Oldenburg im Osten umfahren wird.

Im nächsten halben Jahr will die Bahn das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Abschnitts zwischen Rastede und Oldenburg einleiten. In dem Verfahren kann die Stadt Oldenburg ihre Bedenken vortragen. Hierfür hält die Verwaltung eine strategische Beratung durch eine Ingenieurbüro aus der Pfalz und eine Anwaltskanzlei aus Stuttgart für erforderlich. „Es geht darum, Einwände erfolgreich zu konzipieren“, erklärte Müller.

Grünen-Ratsherr Armin Frühauf wertete das Vorgehen als Signal an Bund und Land, „dass wir es mit der Umgehungstrasse ernst meinen“. Ausschuss-Vorsitzende Gesine Multhaupt (SPD) sagte: „Da können wir mitgehen.“ Entscheiden muss auch hier der Verwaltungsausschuss.

Die Kosten für Beratung und Trassenausarbeitung wurden im Ausschuss nicht genannt. Nach NWZ -Informationen fallen insgesamt etwa 110 000 Euro an – Folgekosten kommen noch hinzu.

Thema im Ausschuss waren auch die Äußerungen von Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin (Grüne), der sich im NWZ -Interview gegen eine Umgehung ausgesprochen hatte. Während die Gruppe Linke/Piratenpartei eine Klarstellung von den Grünen verlangte, lobte FDP-WFO Trittins Aussagen. Frühauf sprach von einem „Informationsdefizit“ bei Trittin. In einem Hintergrundgespräch wolle man ihm die Position der Oldenburger Grünen für eine Umgehung verdeutlichen.

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