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ÄRGER: Streit um Donnerschweer Straße eskaliert

31.03.2006

OLDENBURG Auch am Mittwoch hielt sich das Bauunternehmen nicht an die Absprachen. Die Stadtverwaltung verspricht Besserung.

von thomas husmann OLDENBURG - Der Streit um den Ausbau der Donnerschweer Straße zwischen Beverbäkstraße und Europaplatz eskaliert: Seit gestern ist die Straße im Bereich Beverbäkstraße/Unterm Berg gesperrt, doch Bauarbeiter waren dort nicht in Sicht.

Sehr zum Unwillen der dazu von der NWZ befragten Kaufmannschaft, die sich einstimmig hinter ihre Sprecher Herbert Köster und Claas Klünder stellt. Die Unternehmer fühlen sich schikaniert und fragen, warum die Straße gestern nicht offen blieb, wenn ohnehin nicht gearbeitet wird. „Für den Unmut hat die Stadt absolutes Verständnis“, betonte gestern Stadtsprecher Jürgen Krogmann gegenüber der NWZ. Man werde mit den beteiligten Bauunternehmen sprechen.

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Das scheint auch ratsam zu sein, wenn sich die Situation nicht weiter verschärfen soll. Bereits am Mittwoch hatten Klünder und Köster beobachtet, wie sich die Bauarbeiter bei den Baumfällarbeiten nicht an die Absprachen hielten. „Angekündigt war, dass die Straße nur dort gesperrt wird, wo ein Baum gefällt wird. Tatsächlich blieb die gesamte Straße den ganzen Tag über dicht. Anfangs durften selbst die Anlieger nicht einfahren. Das änderte sich mittags nach einem Anruf bei der Stadt“, berichtet Klünder.

Ihre Macht spielten nach Meinung der Geschäftsleute die Bauarbeiter auch gegen Mittag aus, als sie drei Baufahrzeuge so auf der Straße abstellten, dass niemand daran vorbei konnte. „Wenn das schon so anfängt, wo soll das enden“, ist Köster besorgt.

Auch der gestrige Tag war ein schlechter für vertrauensbildende Maßnahmen zwischen Stadtverwaltung, Baufirma und Kaufmannschaft. Weil die Straße gesperrt, aber kein Bauarbeiter in Sicht war, versuchten die Kaufleute, im Baudezernat darauf hinzuwirken, dass die Absperrbaken entfernt werden. Dort wollte man sich darum kümmern, die Kaufleute warteten allerdings vergebens.

Dabei wünscht sich Ute Schürhoff aus dem gleichnamigen Schuhgeschäft von der Stadt auch eine bessere Ausschilderung. „Warum steht an den Absperrungen nicht, dass die Geschäfte zu erreichen sind“, fragt sie. Stattdessen stünden bereits in der Straßburger Straße Schilder, die auf die Sperrung der Donnerschweer Straße hinwiesen.

Unumstritten bleibt für die Werbegemeinschaft die Notwendigkeit der Straßensanierung. Die Unternehmer kritisieren, von der Verwaltung nicht ausreichend mit ihren Vorstellungen bei der Planung berücksichtigt worden zu sein. Köster: „Die Stadt hat wohl kein Interesse an den Kaufleuten.“

In einem Second-Hand-Geschäft sind bereits die Konsequenzen zu sehen. In der Eingangstür hängt ein Schild mit der Aufschrift: „Samstag von 10 - 16 Uhr wegen Geschäftsaufgabe Räumungsverkauf. Grund: Straßensperrung“.

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