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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Studenten entwerfen neue Cäcilienbrücke

18.10.2013

Oldenburg Wie eine neue Cäcilienbrücke aussehen könnte, darüber machten sich die Studenten Julian Lammers, Andre Lind, Tobias Kache, Gerd Burrichter und Philipp Beidersandwisch während einer Projektarbeit im Studiengang „Management und Engineering im Bauwesen“ an der Jade-Hochschule Gedanken.

Die Vorgabe: „Alles ist erlaubt, aber die Hunte darf nicht länger als vier Wochen für den Schiffsverkehr gesperrt sein“, erklärt der betreuende Dozent und Ingenieur Hans-Georg Oltmanns.

Zwei Wochen Sperrung

Die fünf Studenten planten so, dass sogar nur eine zweiwöchige Sperrung nötig war. Ihre Konstruktion orientiert sich an der bestehenden Brücke. Wieder soll es eine Hubbrücke sein, die aber mit einer modernen und zuverlässigen Hydraulik betrieben wird.

Dadurch verkürzt sich die Dauer für die Auf- und Abfahrt der Brücke um die Hälfte. Außerdem werden die alten Türme der Brücke abgerissen und neu aufgebaut. Auch der bewegliche Teil der Brücke soll durch eine leichtere Konstruktion ersetzt werden.

Damit die rund 15 000 Radfahrer, die die Cäcilienbrücke täglich überqueren, und die Fußgänger während der Bauarbeiten keine langen Umwege in Kauf nehmen müssen, haben sich die Studenten eine – auf den ersten Blick recht abenteuerliche – Lösung ausgedacht: Noch vor Beginn der Arbeiten an der eigentlichen Cäcilienbrücke soll eine neue Brücke weiter im Süden für Radfahrer und Fußgänger fertig gestellt werden. Sie ist als langfristige Lösung für alle gedacht, die ins Gerichtsviertel wollen. Sie ist wie ein großes „U“ geformt. „Damit sparen wir uns eine behelfsmäßige Lösung während des Baus und verringern das Verkehrsaufkommen an der Cäcilienbrücke dauerhaft“, erklärt Tobias Kache.

Geringe Steigung

Die Form rührt von der Absicht, die Brücke auch für Rollstuhlfahrer passierbar zu machen. Daher darf die Steigung nicht mehr als drei Prozent betragen. Dazu bedarf es langer Rampen, die der Brücke eine Gesamtlänge von rund 280 Metern verleihen. Um den Schiffsverkehr nicht zu behindern, wird die Brücke von Stahlseilen getragen.

Aber wie realistisch sind die Entwürfe der Studenten? „Was die Fünf hier vorgestellt haben, ist durchaus realistisch und nicht nur Spielerei. Ob man das wirklich auch so bauen möchte, ist dann wieder eine andere Frage“, erklärt Hans-Georg Oltmanns. In jedem Fall hätten die Studenten gute Arbeit geleistet.

Platz fehlt

Auch die Entscheidung für die Beibehaltung der Hub-Technik findet er richtig: „Man wird hier um eine Hub- oder Klappbrücke nicht herum kommen. Für andere Konstruktionen fehlt einfach der Platz.“ Zufrieden waren auch die künftigen Ingenieure. „Die größte Herausforderung war, dass wir Wirtschafts- und keine Bauingenieure sind. Die nötigen Kenntnisse mussten wir uns alle während des Semesters selbst aneignen“, sagte Philipp Beidersandwisch. Das sei sehr viel Arbeit gewesen. „Es war aber schön zu sehen, dass unsere Ideen funktionieren“, so Beidersandwisch weiter. Gerade im Brückenbau gebe es nur wenige Büros, die sich darauf spezialisierten. „Deswegen ist es ein besonders gutes Gefühl zu wissen, dass wir das auch können.“

Christopher Hanraets
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2504

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