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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wo Herzöge ruhen und Präsidenten unterschreiben

11.09.2017

Oldenburg Das Mausoleum auf dem Gertrudenkirchhof wollten „wohl alle sehen“. Eine erste Führung mit Caroline Herzogin von Oldenburg ist von 12.15 bis 12.45 Uhr geplant. „Diese Führung war eigentlich nur für 40 Personen aus Hannover gedacht“, so die Herzogin zu den rund 300 wartenden Gästen, die sie dann aber doch nicht draußen stehen lässt, nachdem sie mit viel Kraft die schwere Tür geöffnet hat. Zwei kleine Mädchen möchten gern den großen Schlüssel sehen, mit dem sie aufgeschlossen hatte. Auch diesen Wunsch erfüllt sie freundlich.

Lutz Peppermann war vor 40 Jahren das letzte Mal auf dem Kirchhof und ist heute nach langer Zeit einmal wieder im Mausoleum. „Mich interessiert besonders, wie das Mausoleum nach der Restaurierung aussieht.“

Reges Interesse besteht auch an „tollen Räumen“, wie Pressesprecher Torsten Heidemann von der Handwerkskammer sagt. Der ehrwürdige Kammersaal, in dem seit 1913 die Vollversammlungen der Kammer stattfindet und das Präsidentenzimmer. Das Haus Theaterwall 32 wurde 1846 für Staatsrat Johann Heinrich Jacob Schloifer erbaut. Der Kammersaal birgt sehr schön geschnitzte Stühle für das Präsidium. Aber auch große Fenster mit farbenfrohen Jugendstilelementen. „Das sind aber coole Sprüche“, meint Christiane Fiedler. „.....fest umspanne ihn (den Hammer) die Faust, dass er dröhnend nieder sause“, so steht es am Fenster.

Sehr gediegen das Präsidentenzimmer mit wohlgeordneten Bücherregalen. Olaf Philipp ist überrascht wie sauber und aufgeräumt der Schreibtisch des Präsidenten aussieht. „Hier gibt der Präsident nur die Unterschriften“, wird dies begründet. Heidemarie und Ludwig Jarmuth sind aus Bad Sassendorf (Westfalen) angereist. „Es ist wunderbar, was in Oldenburg an Historie vorhanden ist“, sagt der Künstler und Fabrikant im Ruhestand.

Im Augusteum ist die Kunsthistorikerin Natalie Geerlings damit beschäftigt, der großen Gruppe Historie und Aufgabe des Hauses zu erläutern. Eine Dame möchte „ganz konkret“ wissen, wie hoch die Preise für die „Italiener“ und die der deutschen Maler sind. Geerlings gibt ein Beispiel, dass ein Werk mal für 30 bis 40 000 Euro gekauft wurde. Es bleibt unklar, ob es ein Italiener war. Geerlings geht auch der Frage nach, wo der Thron des Hauses Oldenburg geblieben ist. Sie meint es gäbe einen. „Aber die Frage, wo der steckt, bleibt unbeantwortet“, so die Kunsthistorikerin. Das 1867 fertiggestellte Augusteum war einer der ersten Museumsbauten im norddeutschen Raum. Gezeigt werden Alte Meister.

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