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Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fertig gebaut
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Aktualisiert vor 3 Minuten.

Entscheidung Der Verteidigungsministerin
Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fertig gebaut

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Trutzburg mit dem Charme eines Bunkers

29.01.2019
Betrifft: „Neue Heimat für die Stadtgeschichte“ und Kommentar „Viel zu teuer“ von Jasper Rittner (NWZ vom 25. Januar)

Es ist schon erstaunlich,da werden 17 Millionen Euro (8,5 Millionen Anteil Stadt) für einen Museumsneubau ausgegeben, obwohl ja angeblich kein Geld da ist. Für den Radwegeausbau oder eine Flutlichtanlage im Marschwegstadion, nicht nur für den Fußball, wird um wesentlich geringere Summen seit Jahren gestritten. Dies sind nur zwei Beispiele. Und dann die Posse um die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel (Parkgebühren). Ich bin im übrigen nicht so optimistisch, dass es bei der Summe von 17 Millionen Euro bleibt. Ich erinnre in diesem Zusammenhang an Stuttgart 21, Hauptstadt Flughafen, Elbphilharmonie. Obwohl dieses Projekt drei Nummern kleiner ist, würde es die Finanzlage der Stadt noch mehr belasten. Und letztendlich uns Steuerzahler.

Eckard Henke
Oldenburg

Was haben wir denn erwartet? Rhythmus, Gliederung, gar eine sprechende Fassade? Das hat der Zeitgeist nicht im Angebot. Für die Fernsicht ist es einmal mehr ein pathetischer Karton geworden, der uns massiv anschweigt. Aber: viel wichtiger ist doch, „wie’s da drinnen aussieht”. Über die Brauchbarkeit des Neubaus entscheidet das Nutzungskonzept, und über die Attraktivität das zukünftige Programm. (Nebenfrage: Was wird aus dem Morellet?)

Ivo Kügel
Oldenburg

„Sensibel mit dem Umfeld umgehend“ – das stimmt: Zum Arcara-Hotel-Komplex mit seinen riesigen unstrukturierten Glas- und Metallflächen passt der Museumsentwurf vis-à-vis wie die Faust aufs Auge. Ebenso garantiert dieser Klotz ohne Schrägdach passend zur gefühlt sechsspurigen Schnellstraße davor und der gefühlt zwanzigspurigen Kreuzung am Horst-Janssen-Platz genau die zugige Unwirtlichkeit, die auch bisher niemanden dort zum Verweilen einlädt. Ernüchternd, nackt und grobschlächtig steht er massig vor der langen langweiligen Rauhputzfassade des Horst-Janssen-Gebäudes. Ob die geschlemmten, hellen Klinker ohne Dachüberstand an der Wetterfront lange hell bleiben, darf man bezweifeln.

Insgesamt wird ein neuer preisgekrönter Entwurf der „Moderne“ realisiert, der genauso wenig wie das preisgekrönte Finanzamt oder das Staatsarchiv jemals auf irgendwelchen Werbeträgern der Stadt gute Gefühle wecken dürfte. Dabei braucht man nur um die Ecke am Pferdemarkt zu schauen und kann sehen, wie unsere Vorfahren vor 100 Jahren Verwaltungsgebäude unter Berücksichtigung der physiologischen Ästhetik des Menschen errichtet haben, die noch heute als Schmuckstücke betrachtet und erhalten werden.

Hubert Paluch
Oldenburg

Man kann manchmal nur den Kopf schütteln, wenn man liest, was andere so sagen oder schreiben. Zitat: „Kein überdimensionierter Bau, sensibel mit dem Umfeld umgehend, funktional, einladend, offen und transparent: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann schätzt den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs für den Neubau des Oldenburger Stadtmuseums.“

Was ist an diesem Entwurf sensibel, einladend, offen und transparent? Es ist ein abgrundtief hässlicher Klotz, von einem Architekten, der offenkundig das Bauklötzchenalter noch nicht hinter sich gebracht hat (wie übrigens scheinbar die meisten dieser Zunft). Eine Trutzburg mit dem abweisenden Charme eines Hochbunkers aus lange vergangenen Tagen. Und das an so exponierter Stelle. Da fehlen einem die Worte. Was für Gebäude fotografiert man eigentlich, wenn man im Urlaub interessante Städte besucht? So was in der Regel nicht. Und wenn, dann um zu zeigen, dass es auch hässliche Orte an dem Urlaubsort gab. Auf den Autobahnen rund um Oldenburg steht auf den braunen Schildern: Oldenburg. Stadt des Klassizismus. Lang lang ist’s her.

Holger Polchow
Oldenburg

Ich bin wirklich sprachlos!

Die Stadt ist in zwei Jahrzehnten nicht in der Lage, sich um die Oldenburger Tafel, eine bemerkenswerte Einrichtung, die meines Wissens rein ehrenamtlich aufrecht erhalten wird, zu kümmern; die finanzielle Lage eben dieser Stadt erlaubt es nicht, den Menschen, die dort größten Einsatz liefern, die Parkgebühren zu erlassen, und dann muss man lesen warum: Es gibt wichtigeres!!

Ja, ich kenne die Antworten: Darf man nicht in einen Topf werfen, nicht vergleichbar, andere Behörde, usw. usw . usw...

Sie nennen 17 Millionen Euro (vermutliche!) Bausumme, davon übernimmt 50 Prozent das Land:

Erstens: An diese Summe glauben Sie doch nicht im Ernst? (naja, Taktik halt! Kurz vor Baubeginn wird dann, ganz plötzlich, die unter der Baufläche befindliche, marode Tiefgarage entdeckt! huch... nochmal fünf Millionen)

Zweitens: 17/2 = 8,5 Millionen Euro trägt die Stadt, davon ein Prozent umgebucht auf Oldenburger Tafel = 85 000 Euro = 56.666 Stunden Parken (1,5 Euro/Stunde angenommen) = 5.666 Tage bei 10 Stunden/Tag = 3,1 Jahre freies Parken für fünf ehrenamtliche Helfer der Tafel.

Wilfried Santjer
Oldenburg

Sehr geehrter Herr Rittner,

vielen Dank für Ihre sehr treffende und absolut richtige Beurteilung bezüglich des geplanten Neubaus des Oldenburger Stadtmuseums! Neben den von Ihnen angesprochenen Aspekten „viel zu teuer“ möchten wir noch folgende Anmerkungen machen:

Das Gebäude mag als einzeln stehendes Gebäude ein akzeptierter und prämierter Entwurf sein. In dieser Größe und Höhe als „Schuhkarton“ und dann auch noch als heller Klinkerbau, ist dieser Kasten völlig deplaziert an dieser exponierten Stelle!

Das architektonisch interessante und inzwischen von den Oldenburgern akzeptierte Horst-Janssen-Museum mit seiner weißen Putzfassade und den geschwungenen Linien wird fast völlig verdeckt und kommt so nicht mehr zur Geltung wie bis jetzt.

Dieser Bau sollte woanders stehen aber nicht an dieser Stelle. Dazu ist es fraglich, ob das verschuldete Oldenburg sich weiter derart belasten sollte. Da wäre es besser, in die Bäder für die breite Bevölkerung und den Schwimmunterricht zu investieren.

Brigitte und Hans Ulrich           Wacker
Oldenburg

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