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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Statistik: TÜV Oldenburg: Immer weniger Autos mit erheblichen Mängeln

10.11.2017

Oldenburg Mehr als 76 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Oldenburg die Hauptuntersuchung absolviert haben, bekamen sofort eine neue Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit. Bei mehr als 65 Prozent fanden sich sogar gar keine Mängel am Wagen. Aber: 23,1 Prozent der Fahrzeuge hatten erhebliche Mängel. Sie mussten unverzüglich repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die TÜV-Plakette auf das hintere Kennzeichen geklebt werden konnte. Absolut verkehrsunsicher waren 15 Autos.

Die Autos, die in Oldenburg beim TÜV geprüft wurden, waren im Schnitt 9,6 Jahre alt und über 113 000 Kilometer auf dem Tacho.

Im Bereich des TÜV Nord hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum vierten Mal hintereinander verringert. Die Sachverständigen werten das als Beleg für die Wirksamkeit der Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe schickt. Thomas Jünger, Leiter der Oldenburger TÜV-Station, sagte: „Wir freuen uns über die Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen gute Autos und legen Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung.“ Die Autofahrer kümmerten sich in Zeiten guter Wirtschaftslage auch mehr um Wartung und Pflege und nähmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr.

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Allerdings könnte häufiger die Beleuchtung kontrolliert werden. Denn bei der Verteilung der Mängelgruppen liegt „Licht, Elektrik“ wieder weit vorn – obwohl die Kontrolle und Reparatur in der Regel eher einfach sind, so der TÜV. Allerdings sei die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran hätten die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik (etwa LEDs) ihren Anteil. Die Beleuchtungsaktion, die immer im Oktober unter anderem vom Kfz-Gewerbe und dem TÜV angeboten wird, diene auch dem Ziel, Beleuchtungsmängel vor der dunklen Jahreszeit abzustellen.

Nach „Licht und Elektrik“ waren von Mängeln am häufigsten die Bereiche „Umweltbelastung“, dann „Achsen, Räder, Reifen“ und dann „Bremse“ betroffen.

Bei der ersten Hauptuntersuchung von Autos nach drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es 11,1 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 30,1 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter als Grund für den Verschleiß anzusehen ist, liegt zurzeit bei den Dreijährigen bei 50 123 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 136 130 Kilometern.

Wer seinen TÜV-Termin überzieht, muss nach mehr als zwei Monaten mit einem Verwarngeld rechnen und ab dem achten Monat auch mit einem Punkt in Flensburg.

Das Auto mit den geringsten Mängeln im gesamten TÜV-Report 2018 ist der Mercedes SLK. In den einzelnen Klassen: Mini: Opel Adam, Kleinwagen: Mazda 2, Kompaktklasse: Mercedes A-Klasse, Mittelklasse: Volvo V40, Van: Golf Sportsvan und SUV: Mercedes GLK.

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