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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Oldenburger Verärgert: Über eine Stunde Fahrt zum augenärztlichen Notdienst

09.11.2016

Oldenburg Wer am Wochenende oder abends den augenärztlichen Notdienst benötigt, kann an bestimmten Tagen für eine kurze Behandlung schon mal eine einstündige Fahrt einplanen. So erging es einem 67-jährigen Oldenburger. An einem Freitagnachmittag ist ihm beim Holzsägen trotz Schutzkleidung und -brille etwas ins Auge geflogen. Zunächst hoffte er, dass er den Fremdkörper selbst entfernen könne. Gegen 20 Uhr wandte er sich doch an den Notdienst. Der diensthabende Augenarzt saß an diesem Abend allerdings in Aurich – daher musste der Patient um 20 Uhr eine längere Autofahrt auf sich nehmen.

Kurz und schmerzlos: Letztendlich dauerte die Behandlung nur fünf Minuten. „Dann durften wir wieder eine Stunde nach Hause fahren“, so der Oldenburger, der von seiner Frau gefahren wurde.

Patienten in ähnlichen Situationen können diese Regelung der kassenärztlichen Vereinigung nur schwer nachvollziehen. Die langen Anfahrtszeiten lassen sich durch die Erweiterung des Bezirkes erklären. Seit vier Jahren umfasst das Gebiet neben Oldenburg unter anderem auch Cloppenburg, Friesland und Emden. Aber nicht jeder, der die Hilfe eines Augenarztes benötigt, hat die Möglichkeit sich fahren zu lassen.

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Die Bezirkserweiterung wird mit einer Entlastung der Ärzte begründet: Als Augenarzt solle man nicht mehr als vier Notdienste im Quartal ableisten, damit die Belastung des Einzelnen niedrig bleibt. „In kleineren Einheiten haben die Ärzte natürlich viel häufiger Dienst“, sagt Helmut Scherbeitz von der kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Bezirksstelle Oldenburg. Somit teilen sich nun rund 70 Augenärzte in diesem Gebiet den Notdienst – fünf Mal im Jahr muss ein Arzt einspringen. Und das sei im Interesse der Patienten, so meint Scherbeitz, denn mit einer geringeren Belastung können die Ärzte eher in der Fläche gehalten werden, was dem Ärztemangel entgegenwirken soll.

Andere Patienten wünschen sich einen regelmäßigen augenärztlichen Notdienst in Oldenburg. Dieser wurde vom Pius Hospital, in dem sich eine Klinik für Augenheilkunde befindet, in Form einer Kooperation mit niedergelassenen Ärzten angeboten. „Ich kann das aus Patientensicht gut nachvollziehen“, so Kirsten Habbinga, Leiterin des Pius-Aufnahmezentrums. Die Idee war, dass die niedergelassenen Augenärzte die Räume des Pius benutzen könnten. Das Angebot wurde jedoch abgelehnt. Scherbeitz begründet das damit, dass sich Nicht-Oldenburger beschwert hätten, in dem Fall die Anfahrt zum Pius auf sich nehmen zu müssen.

Durch die neue Regelung wurden allerdings auch die Dienststunden an den Wochenenden aufgestockt. Nun sind die Praxen samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 16 Uhr besetzt. Der augenärztliche Notdienst ist dann unter Tel. 21 00 63 45 erreichbar.

Anna-Lena Sachs Redakteurin / Online-Redaktion
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