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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Auszeichnung: Unesco trifft ins Schwarze

05.12.2015

Oldenburg Gute Nachricht für die Oldenburger Schützenvereine: Die UN-Kulturorganisation Unesco hat das Schützenwesen in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen (siehe Bericht Seite 1). „Ist das wahr?“, jubelt Hans-Hermann Stöver. Seit 60 Jahren ist der Rentner Mitglied im Schützenverein. Elf Jahre war er Geschäftsstellenleiter des Schützenvereins Bümmerstede/Kreyenbrück und kennt die Sorgen und Nöte mit dem fehlenden Nachwuchs.

Ob sich dieses Problem durch die Unesco-Ernennung ändern wird? Er hofft es. Noch mehr wünscht der 72-Jährige sich allerdings einen Wandel des schlechtes Images. „Bei jedem Amoklauf war es der Schütze. Dabei kann man auch mit der Axt durchdrehen“, sagt er. Das Image, so hofft er, wird sich nun ändern. Noch an diesem Abend wolle er sich an den Rechner setzten, Vorstand und Vereinsmitglieder informieren und allen, die es wissen müssen, die frohe Kunde überbringen.

Positive Auswirkungen erhofft sich auch Roswitha Näther (51) vom Schützenverein Tell Wechloy. Dem Brauchtum verpflichtet, dem Sport gegenüber aufgeschlossen: Diesen Spagat schaffe der Schützenverein. Die Aufnahme auf die Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes werde das Traditionelle aufwerten, ist sich Roswitha Näther sicher.

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Die Schützenvereine hätten in der modernen Zeit einen schweren Stand, schätzt sie die Situation ein. Und weiter: „Die Leute stehen uns Schützen skeptisch gegenüber.“ Bestätigung in dieser Annahme findet sie bei ihrem Schützenbruder Herbert Seehusen. „Tell Wechloy hat in den vergangenen Jahren die Traditionspflege zurückgefahren und nimmt auch an den Aufmärschen anderer Vereine im Umland nicht mehr teil“, sagt er. Schützenfeste gebe es in Oldenburg nicht mehr. Er selbst sei im Alter von 13 Jahren in einen Schützenverein eingetreten. Von der Aufnahme auf die Liste erhofft er sich eine gesellschaftliche Aufwertung des Schützenwesens im Allgemeinen.

Werner Fredehorst freut sich ebenfalls über die internationale Anerkennung. Der Kreispräsident der 14 Schützenvereine im Stadtgebiet und Vorsitzende der Etzhorner Schützen lenkt den Blick allerdings auf die gewandelte Bedeutung des Schützenwesens in Oldenburg. „Der kulturelle Aspekt ist zurückgetreten, die sportliche Bedeutung gewachsen“, sagt der 68-Jährige. Erfolge in der Vereinsarbeit erzielten Schützen verstärkt durch gemeinsame Aktivitäten der Mitglieder wie Wanderungen oder Radtouren. „Wir Schützen haben uns hier in Oldenburg der gewandelten Bedeutung angepasst.“

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