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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wirtschaft: Unternehmerin im Baltikum mit Joachim Gauck

19.07.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T09:36:09Z 280 158

Wirtschaft:
Unternehmerin im Baltikum mit Joachim Gauck

Oldenburg Mit vielen positiven Eindrücken ist die Oldenburger Unternehmerin Elke Haase aus dem Baltikum zurückgekehrt. Die Inhaberin der Pflanzenvermehrungsfirma Piccoplant hatte Bundespräsidenten Joachim Gauck auf seiner Reise nach Estland, Lettland und Litauen als Mitglied der handverlesenen Wirtschaftsdelegation begleitet. Sie nahm eine große Verbundenheit und Sympathie für Deutschland wahr und erlebte einen offenen Umgang mit der Vergangenheit.

Wie die Diplom-Biologin berichtet, kamen sechs der begleitenden Unternehmen im weitesten Sinne aus dem Bereich alternativer Energien und Agrarmarkt, da das neben dem Austausch über das duale Ausbildungssystem in Deutschland und die Einbindung der Balten-Staaten in die EU die drei Themenschwerpunkte der Reise waren.

So gab es u.a. Besichtigungen der Niederlassungen deutscher Firmen in Tallin, aber auch von Unternehmen, die als Joint-Venture zwischen Deutschland und einem der Staaten angelegt waren. Wie Elke Haase berichtet, wurde den deutschen Gästen an allen Stationen eine große Wertschätzung entgegengebracht. So habe etwa der Präsident der Zentralbank der Republik Estland gesagt, er sehe das deutsche Wirtschaftswunder als Ansporn für das eigene Wirtschaftswachstum.

Als hochinteressant schildert sie den Besuch in einem Zentrum für Informations- und Kommunikationstechnologie. „Estland gehört wohl zu den fortschrittlichsten Staaten der Welt in Bezug auf I T-Etablierung.“ Die elektronische Verwaltung werde auf allen Ebenen und von 98 Prozent der Bevölkerung umgesetzt. Dazu zähle, dass Wahlen, Krankenkasse und das Abholen von Medikamenten über die persönliche Identifikationskarte geregelt werden könne. „Überall gibt es kostenlose Hot-Spots.“

In allen drei Ländern gab es Staatsbankette für die Delegation, während der Bundespräsident – wie Elke Haase berichtet – das Wirtschafts- und Finanzmanagement der drei Staaten sehr positiv gewürdigt habe. Sie waren etwa während der Krise von 2009 ohne EU-Hilfe ausgekommen.

Die Unternehmerin erzählt aber auch von unvergessenen Eindrücken mit Gänsehaut während kultureller Veranstaltungen. Besonders während eines Freiluftfestes mit 20 000 Sängern und 30 000 Zuschauern, das u.a. an die „singende Revolution“ auf dem Weg zur Unabhängigkeit von der damaligen Sowjetunion erinnert.