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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Unverblümte Kritik am Konzept

17.02.2015

Oldenburg Knut Hoppe sagt ganz unverblümt, was er über den Entwurf für das neue Oldenburger Einzelhandelsentwicklungskonzept denkt: „Das Gutachten ist ein Einzelhandelsverhinderungskonzept. Geprägt von ideologischem Wunschdenken und Lebensfremdheit, zeigt dieses Papier auf, wie in Zukunft Einzelhandelsbetriebe ver- oder behindert können“, kritisiert Hoppe, der an der Eichenstraße in Eversten ein Blumenhaus betreibt.

Mit seinem Geschäft liegt er außerhalb der so genannten zentralen Versorgungsbereiche (ZVB), deren Grenzen Stadtplaner Dr. Donato Acocella (Lörrach/Dortmund) im Auftrag der Stadt gezogen hat. Damit ergeht es Hoppe so wie der großen Mehrheit der rund 1000 Einzelhandelsbetriebe in der Stadt, deren Standorte in ihrem Bestand und in ihrer Entwicklung gefährdet seien. Sollte der Rat das Konzept so beschließen, werde diesen Betrieben jegliche Flexibilität genommen, warnt Hoppe.

Die ungleiche Verteilung des Einzelhandelsangebotes bestätigt auch das Gutachten: Nur im „Stadtbezirk 1“, dem das Zentrum sowie Dobben-, Haareneschviertel, Bahnhofs- und Gerichtsviertel zugeordnet sind, ist das Angebot tatsächlich in den zentralen Versorgungsbereichen angesiedelt. In allen anderen Bezirken stellt sich das anders dar – in drei Bezirken liegt der Anteil der Geschäfte, die sich außerhalb der ZVB befinden, sogar bei über 75 Prozent.

Neben baulichen Erweiterungen seien hier auch Veränderungen im Sortiment dann nicht mehr ohne weiteres möglich. „Weil Schnittblumen als zentrenrelevant eingestuft werden, darf ich an meinem Standort das Sortiment in diesem Bereich nicht vergrößern“, nennt der Floristikmeister ein Beispiel. Um ein Zeichen gegen das enge planerische Korsett und die „Regelungswut“ zu setzen, hat Hoppe eine Online-Petition gestartet mit dem Titel „Nein zu geknebelter Einzelhandelsentwicklung in Oldenburg“.

Zur Begründung verweist Hoppe darauf, dass der Entwurf für die Fortschreibung des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes aus seiner Sicht einen Beitrag zur Vernichtung von Arbeitsplätzen und zur Zerstörung gewachsener Strukturen darstelle. Die Privilegierung einiger weniger Einzelhandelsstandorte in den zentralen Versorgungsbereichen sei kontraproduktiv.

Das Acocella-Gutachten ist bis Mittwoch, 11. März, im Technischen Rathaus, Industriestraße 1, während der Dienststunden sowie im Internet einsehbar. Am Donnerstag, 26. Februar, 19 Uhr, lädt die Stadt zu einer Bürgerinformationsveranstaltung ins Stadtplanungsamt ein.

Nach dem Beteiligungsverfahren soll das Konzept vom Rat verabschiedet werden.


Die Online-Petition unter   www.openpetition.de/petition/online/nein-zu-geknebelter-einzelhandelsentwicklung-in-oldenburg 
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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