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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

DISKUSSION: Verirren als menschliche Reaktion

26.02.2009

OLDENBURG „Verirren ist menschlich“ – unter diesem Titel stand am Mittwoch eine Veranstaltung der Alzheimer Gesellschaft im vollbesetzten PFL, in der es um Menschen ging, die an Demenz erkrankt sind. Auslöser für die Podiumsdiskussion war nicht zuletzt der Fall einer 78-jährigen Oldenburgerin, die im September 2008 in Ohmstede verschwunden war und in mehreren großangelegten Aktionen von Polizei, Bürgern, per Hubschrauber und auch von der Hundestaffel vergeblich gesucht worden war.

Eindrücklich schilderte der hinterbliebene Ehemann Arnold Bier während zweier Podiumsdiskussionen, mit welchen traumatischen Gefühlen ein Angehöriger leben muss, dessen Frau über Wochen vermisst wird. Dabei wurde er von Brunhilde Becker, der Vorsitzenden der Oldenburger Alzheimer Gesellschaft, unterstützt.

Ging es zunächst um die Entwicklung der Krankheit, stand später auch die Zeit im Fokus, in der nach der Vermissten gesucht wurde. Bier wünschte sich eine städtische Anlaufstelle, die Menschen in solchen Situationen beisteht. Er nannte seine Verfassung in dieser Zeit einen „seelenlosen Zustand“. Erst nach Monaten – Anfang Februar dieses Jahres – hatten Spaziergänger die Frau tot in Bornhorst in einem Graben gefunden.

Da Weglauftendenzen und Unruhe zum Krankheitsbild der Demenz gehören, diskutierten die Experten über die Herausforderung, einerseits das Selbstbestimmungsrecht der Erkrankten zu wahren und andererseits zu verhindern, dass diese Menschen nicht mehr nach Hause finden und sterben müssen.

Angehörige gerontopsychiatrischer Dienste kamen ebenso zu Wort wie Vertreterinnen von ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen. So ging es in zwei Diskussionsrunden darum, wie durch Namensschilder, Sensibilisierung der Bevölkerung für die Thematik, aber auch durch GPS-gestützte Ortungssysteme das Auffinden verirrter Menschen erleichtert werden könne. Vorgeführt wurde im Saal, welche Möglichkeiten diese Ortungssysteme, von denen es unterschiedliche Fabrikate gibt, bieten.

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Oldenburgs Polizeichef Johann Kühme berichtete, dass sich die Zahl der Suchaktionen nach Vermissten, die an Alzheimer-Demenz erkrankt sind, in der Stadt und im Ammerland erhöht habe: 2004 waren es 22 Menschen, 2008 bereits 62 Menschen. Insgesamt hatte die Polizei 181 Erkrankte in den vergangenen fünf Jahren suchen müssen, vier davon konnten nur noch tot gefunden werden.

Über die Möglichkeiten der Medien, unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte die Suche nach Vermissten zu unterstützen, informierte Sabine Schicke, stellvertretende Leiterin der NWZ-Stadtredaktion.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
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