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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

VfB prüft Folgen von Mindestlohn

06.01.2015

Oldenburg Neues Jahr, neues Glück, neue Herausforderungen: Während die Fußballer des VfB an diesem Dienstag in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte starten, versuchen die Verantwortlichen des Regionalligisten herauszufinden, welche Folgen die Einführung des neuen Mindestlohnes für den Club hat. „Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema – das liegt in den Händen unseres Steuerberaters, der auch die Lohnabrechnungen macht“, erklärt VfB-Finanzvorstand Bernd Wülbers vor dem Hintergrund der aktuellen Verunsicherung, die viele Clubs umtreibt (die NWZ berichtete).

„Noch in Findungsphase“

„Einige Vereine, deren Verträge mit Spielern und Trainern betroffen sind, werden es schwer haben, die nötigen Budgets für die Bezahlung des Mindestlohns zu finanzieren“, erläutert Rainer Koch, der als Vizepräsident des DFB für die Amateure zuständig ist und schon viele Anfragen von Vereinen zu dieser Thematik bekommen hat. „Wir sind noch in der Findungsphase“, sagt Wülbers. Der VfB habe ebenfalls schon beim Verband angefragt. „Ich habe auch schon mit anderen Vereinen telefoniert“, erklärt der Finanzvorstand und fügt hinzu: „Wir wollen und brauchen Rechtssicherheit.“

Genau abschätzen, was die seit 1. Januar gesetzlich vorgeschriebenen 8,50 Euro pro Stunde nun für den Verein bedeuten, kann Wülbers nicht. Klar ist, dass alle Spieler der ersten Mannschaft sogenannte Vertragsspieler sind. Auf das U-23-Team treffe dies nicht zu. Per Definition erhält ein Vertragsspieler „über seine nachgewiesenen Auslagen hinaus Vergütungen oder andere geldwerte Vorteile von mindestens 250 Euro monatlich“.

Liegt das vereinbarte Gehalt nicht höher, ergibt sich bei Anwendung des neuen Mindestlohns eine maximale monatliche Arbeitszeit von 29 Stunden. Während des laufenden Spielbetriebs mit fünf Trainingseinheiten pro Woche, Spielen, Besprechungen und zum Teil sehr langen Auswärtsfahrten kommt aber schnell eine deutlich größere Stundenzahl zusammen.

Mit Prämien viel mehr

Welchen Einfluss die fußballlose Zeit im Winter und im Sommer, in der die Spieler ihr Grundgehalt bekommen, aber nicht auf so viele Stunden kommen, auf die Berechnungen haben, ist Wülbers noch nicht klar. Sollten die Prämien, die es zum Beispiel für Siege, Punkte und Einsätze gibt und das Grundgehalt deutlich aufstocken, einfließen, gebe es eine einfache (aber nicht praktikable) Lösung: „Wenn die Mannschaft die Spiele gewinnt, ist der Mindestlohn kein Pro­blem“, sagt Wülbers mit einem Augenzwinkern – zumindest für die Spieler, die sich Prämien erarbeitet haben.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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