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Kater vorne – Dalinghaus raus
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Kater vorne – Dalinghaus raus

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Viele Fragen an Kasernen-Investor

06.03.2013

Donnerschwee In die Donnerschwee-Kaserne kommt Bewegung: Da der Vorraum des kleinen Globe-Kinos aus allen Nähten platzte, erfolgte kurzerhand der Umzug mit Stühlen und Bänken in die benachbarte Turnhalle. Rund 250 Bürger waren auf Einladung der Oldenburger Grünen gekommen, um sich vor Ort über die Zukunft des ehemaligen Militärgeländes zu informieren.

Nach seinem Bauausschuss-Besuch im November berichtete Investor Gerald Breschke am Montagabend erstmals persönlich in der Öffentlichkeit über seine Pläne. Er ist Geschäftsführer des „Projekt Rentenvorsorge“ aus Langenhagen – der Gesellschaft, die im Vorjahr von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) den Zuschlag für das Kasernen-Areal erhalten hatte.

„Die Frage, was hier passiert, bewegt viele Menschen“, sagte Grünen-Ratsfrau Andrea Hufeland zur Begrüßung. Und kaum war die Diskussion eröffnet, meldeten sich die Bürger zu Wort: Was wird wann gebaut, und wie groß ist der Einfluss auf den Gestaltungsprozess, wollten sie vom Eigentümer wissen.

Substanz erhalten

„Es geht nur das, was im Eckpunktepapier der Stadt steht“, zog sich Breschke zunächst auf sicheres Gelände zurück. Fest vorgesehen sind demnach ein Mix aus rund 750 neuen Wohnungen verschiedener Preiskategorien und kleinteiligem Gewerbe sowie die Unterbringung von 60 Flüchtlingen. Die Planung erfolgt in mehreren Abschnitten. Als erstes steht laut Breschke der Bau von 170 Wohneinheiten im Thomas- und im früheren Stabsblock an. Die Substanz der Gebäude soll weitgehend erhalten bleiben.

„Die Vermarktung liegt in unserer Hand, vor Mitte des Jahres wird aber kein Verkauf erfolgen“, sagte Breschke. Auf die Bremse trat auch Baudezernentin Gabriele Nießen: „Es wird noch Zeit ins Land gehen. Dieses Jahr wird für die Planung gebraucht.“ Einzelheiten müssten in einem städtebaulichen Vertrag auf Grundlage des Eckpunktepapiers mit dem Investor ausgehandelt werden.

Die Stadt verfolge das Ziel, Sportplatz und Turnhalle auf dem Gelände zu erhalten. Anders steht es Gabriele Nießen zufolge um das Kino: „Der Erhalt wird nicht ausdrücklich im Eckpunktepapier gefordert. Wir kennen außerdem noch kein Konzept.“ Dem widersprachen Vertreter der Globus-Initiative vehement, die sich seit zwei Jahren für ein Kulturzentrum im ehemaligen Kasernen-Kino „Globe“ einsetzt.

Geld verdienen

„Gegen kulturelle Einrichtungen haben wir nichts, aber die wirtschaftliche Grundlage muss stimmen“, sprach der Investor aus Breschke. „Wir wollen Geld verdienen, denn wir müssen den Kauf des Geländes refinanzieren“, sagte er mit Blick auf das Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro.

An Interessenten und Initiativen appellierte er, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Aus den zahlreichen Wortmeldungen ging der Wunsch nach Mitsprache und mehr Engagement der Stadt hervor, da sich vor allem soziale und kulturelle Projekte selten zu Marktpreisen finanzieren ließen. Nießen sagte daraufhin eine frühzeitige und umfassende Bürgerbeteiligung zu. Der Investor nickte.

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