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03.11.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T19:15:23Z 280 158

Scream Nights In Oldenburg:
Zehn Minuten Horror

Oldenburg Angstschweiß, Gänsehaut, ein kalter Schauer, der einem über den Rücken läuft. Derartige Gefühlsausdrücke dürften die Besucher der „Scream Nights“ am Wochenende am eigenen Leibe erfahren haben.

Nachdem im vergangenen Jahr die Zombieapokalypse über Oldenburg hereingebrochen war, trieb zur zweiten Auflage des Gruselevents ein mordlüsterner Puppenmacher namens Anton sein Unwesen in der Dance Art Company. Noch hat das Gruseln kein Ende: Auch am Sonnabend, 8. November, verbreiten Schauspieler dort Angst und Schrecken.

Die zweite Ausgabe der „Scream Nights“ war nichts für schwache Nerven. Püppchenhafte Mädchen mit weißen Kontaktlinsen, blutverschmierten Mündern und zerlaufener Wimperntusche sorgten bereits am Eingang für erhöhte Herzfrequenzen. Passend zum Halloweenfest inszenierten die Brüder Dennis und Daniel Flowers mit einem rund 40-köpfigen Team das Gruselkabinett in den Räumen der Dance Art Company. Freitag und Sonnabend verbreiteten rund 15 Schauspieler von 18 bis 23 Uhr Angst und Schrecken. Mutige aus der Umgebung strömten für dieses Horrorerlebnis herbei, um zehn Minuten lang dem Grauen zu begegnen.

Der Andrang war groß. Wer das Gruselevent erleben wollte, musste längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Hartgesottene Horrorfans trauten sich zur Dark Hour von 21 bis 22 Uhr. Dann wurde es stockfinster: „Hier geht es nur noch ums blanke Erschrecken“, sagte Initiator Dennis Flowers.

„Man sucht etwas Neues, den Nervenkitzel“, erzählte Kevin Dabitz. Der 25-Jährige und Freundin Julia Wierzoch sind spontan vorbeigekommen – eigentlich wollten sie sich einen ruhigen Abend machen. „Es war seine Idee, weil ja heute Halloween ist“, weist die 24-Jährige alle Schuld von sich. Sie stehen in der Warteschlange, bald werden auch sie sich durch das Horrorhaus wagen. „Ich bin total angespannt, weil ich nicht weiß, was da gleich passieren wird“, sagte Julia Wierzoch.

Andere haben den Schockmoment bereits hinter sich gebracht: „Das war sensationell. Wenn man sich da nicht erschreckt, dann ist man immun dagegen. Wir gehen noch mal zur Dark Hour rein“, sagt Steve Knoblich aus Osterholz, als er mit seiner Freundin Anuch Klonecke das Gruselkabinett verlässt.

Nach dem großen Erfolg der ersten „Scream Nights“ wollten die Initiatoren das Ganze auf eine professionellere Ebene bringen. Die Flowers-Brüder gründeten eine Firma: Scream Nights Entertainment. „Aus Sicherheitsgründen haben wir ein Unternehmen gegründet. Es ist ja eine öffentliche Veranstaltung. Wir wollen für einen reibungslosen Ablauf garantieren“, sagte Dennis Flowers. Angefangen habe alles mit einer privaten Halloween-Party vor drei Jahren. Die Brüder verwandelten eine Wohnung in eine begehbare Geisterbahn. „Wir haben von unseren Freunden so gutes Feedback bekommen, dass wir unbedingt größer werden wollten. Wir brauchten eine externe Location“, erzählte sein jüngerer Bruder Daniel. Seitdem haben sich die Brüder mit dem Horror-Virus infiziert, wie sie erzählten.

Mit Liebe zum Detail hat das 40-köpfige Team die Höhle des Puppenmachers Anton geschaffen. Lichteinstellung, Gruselsound, Kulisse, Geschichte, Casting, Schulung der Erschrecker und nicht zuletzt der Werbetrailer entstanden in Eigenregie. „Wenn man sich umsieht, weiß man schnell, warum wir das machen: Die Leute sind voller Adrenalin und enthusiastisch. Sie haben Spaß, es ist eine Sache, die man mit Freunden unternimmt“, sagte Dennis Flowers. Der Aufbau hielt die Crew eine Woche lang auf Trab. Es hat sich gelohnt.
 Weiterer Termin: Sonnabend, 8. November, 17.45 bis 23 Uhr, Emsstraße 8.